Allianz-Prognose: Private Altersvorsorge in Österreich verdoppelt sich bis 2020
(ac) Weltweit wird der private Vorsorgemarkt von derzeit 22 Bill. Euro auf 36 Bill. Euro im Jahr 2020 anwachsen. Österreich wächst im westeuropäischen Vergleich am stärksten – und zwar mit 7,1% pro Jahr – d.h. der Anteil der privaten Vorsorge wird sich mehr als verdoppeln. Der „Pensionist von morgen“ bezieht seine Pension immer stärker aus unterschiedlichen Quellen, prophezeit der aktuelle Allianz Demographic Pulse.
Der globale Altersvorsorgemarkt werde bis zum Jahr 2020 um fast zwei Drittel wachsen, so die Studie: Das gesamte Altersvorsorgevermögen verzeichne demnach einen Anstieg von derzeit 22 Bill. Euro auf 36 Bill. Euro. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4,7%. Dabei werde das verstärkte Sparen für die Rente in vielen Ländern Europas, im Asien-Pazifik-Raum und in den USA die Entwicklung des Geldvermögens ganz entscheidend vorantreiben.
Österreich mit stärkstem Wachstum in Westeuropa
Auch in Europa wird die Bedeutung der privaten Vorsorge weiter zunehmen – der Anteil der privaten Vorsorge wird von 8,3 Bill. Euro auf über 14 Bill. Euro anwachsen. Nach den Projektionen der Allianz werden die Altersvorsorgemärkte Mittel- und Osteuropas bis 2020 jährlich um 15,5% wachsen, für Westeuropa wird ein Wachstum von 4,7% pro Jahr prognostiziert. Die Allianz prognostiziert für Österreich ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 7,1%, das stärkste in Westeuropa. Der Anteil der privaten Vorsorge werde sich somit von aktuell 81 Mrd. Euro in zehn Jahren auf 171 Mrd. Euro mehr als verdoppeln, erwartet die Allianz.
„Pensionist von morgen“ bezieht Einkommen aus staatlicher und privater Vorsorge
Trotz der großen Unterschiede in der Ausgestaltung der weltweiten Rentensysteme sind die Herausforderungen sehr ähnlich: Die alternden Gesellschaften und die steigende Staatsverschuldung führen dazu, dass die kapitalgedeckte Altersvorsorge zukünftig eine stärkere Rolle spielen wird. Mittlerweile herrscht auch weitgehend Einigkeit darüber, dass eine nachhaltige gesetzliche mit einer starken kapitalgedeckten Altersvorsorge kombiniert werden sollte, um ein ausgewogenes Rentensystem zu erreichen, in dem die Risiken bestmöglich gestreut werden.




