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Management & Wissen 08. September 2010

Altersvorsorge: Bundesbürger unschlüssig über das Sparen

(ac) Vier von zehn Bundesbürgern (40,3 %) gehen davon aus, dass sie mehr als 10 % ihres Nettoeinkommens in die Altersvorsorge investieren müssen, um im Ruhestand einen angemessenen Lebensstandard halten zu können. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Heidelberger Lebensversicherung AG.

27,2 % gaben an, elf bis 20 % investieren zu müssen. 13,1 % meinen, dass es sogar über 20 % sein sollten. Dagegen schätzt knapp ein Viertel (23,8 %) die nötigen Aufwendungen auf 5 bis 10 %. Gut ein Drittel (35,9 %) traut sich keine Einschätzung zu.

Wie viel ist wirklich angemessen? Nach Aussage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge sollten im Durchschnitt etwa 5 bis 10 % des Bruttoeinkommens in die Altersvorsorge investiert werden. Das entspricht bei einem durchschnittlich verdienenden Angestellten in etwa 8 bis 15 % des Nettoeinkommens. Bei Selbstständigen sollte es dagegen noch mehr sein. „Dass mehr als ein Drittel der Bundesbürger nicht weiß, wie viel sie in ihre Altersvorsorge investieren sollten, zeigt uns, dass es bei diesem Thema offensichtlich Informations- und Beratungsbedarf gibt“, kommentiert Thomas Bahr, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Leben, die Ergebnisse.

Nachholbedarf im Wissen um Altersvorsorge

Mehr als ein Drittel (35,4 %) der Befragten gab an, sich bisher kaum mit dem Thema Altersvorsorge auseinander gesetzt zu haben. Im Vergleich der befragten Altersgruppen scheinen besonders jüngere Menschen dieses Thema zu vernachlässigen. 57,8 % der 20– bis 39-Jährigen antworteten, sich bislang kaum damit befasst zu haben. „Wer früh mit seiner Vorsorge anfängt, profitiert am meisten. Diesen Grundsatz und die Notwendigkeit der langfristigen Altersvorsorgelösungen müssen wir jüngeren Menschen stärker verdeutlichen“, meint Bahr. Denn insbesondere für diese sei die private Vorsorge aufgrund des demographischen Wandels besonders wichtig.

Sicherheit oder Renditechancen: Was ist wichtiger?

Ebenso kritisch sieht Bahr die Ergebnisse zur Frage „Sicherheit oder Rendite“. Die breite Mehrheit der Bevölkerung (54,4 %) lege bei der Altersvorsorge primär Wert auf Sicherheit. 28,9 % der Befragten betrachten einen ausgewogenen Mix an Sicherheit und Renditechancen als besonders wichtig. Bei lediglich 1,4 % steht Rendite an erster Stelle. Auch bei den 20– bis 39-Jährigen überwiegt der Wunsch nach Sicherheit (43,7 %) gegenüber einer ausgewogenen Mischung aus Sicherheit und Rendite (41,9 %). „Aufgrund der zuletzt stark schwankenden Aktienkurse ist der Wunsch nach Sicherheit verständlich, deshalb sollten Kunden bei fondsgebundenen Altersvorsorgelösungen aus einer breiten Fondspalette – von sicherheitsorientierten bis risikoreicheren Anlagemöglichkeiten – ihren individuellen Sicherheits-/Renditemix wählen können.“, erläutert Bahr.

Die repräsentative Umfrage wurde im Juli 2010 von der GfK Marktforschung im Auftrag der Heidelberger Leben unter 964 Bürgern durchgeführt.

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