BCG: Jede dritte Bank schafft im Firmenkundengeschäft Wert trotz Krise
(ac) Führende Banken erhöhen im Abschwung Profitabilität und bauen Vorsprung gegenüber schwächeren Wettbewerbern aus. Verlangsamtes Wirtschaftswachstum, finanzielle Notlage von Firmenkunden und verzögerte Auswirkungen von Kreditausfällen setzen Banken jedoch weiterhin zu. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Studie der Boston Consulting Group (BCG) Crisis as Opportunity: Global Corporate Banking 2010. Rund ein Drittel der analysierten Banken konnten den Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise im Corporate Banking gut standhalten: Sie steigerten ihren im Firmenkundengeschäft erwirtschafteten Gewinn nach Eigenkapitalkosten von Ende 2007 bis Ende 2009. Mit Erholung der Finanzbranche und der Realwirtschaft seit dem ersten Quartal 2010 befinden sich die Margen jedoch bereits wieder im Rückgang. Für die meisten der analysierten Firmenkundenabteilungen – darunter Banken, die sich auf das Firmenkundengeschäft fokussieren – hat die Krise das Geschäftsumfeld jedoch erschwert. Für diese Banken liegt der Gewinn – unter Annahme einer langfristigen Mindestkapitalverzinsung von 12% – noch unter dem Niveau, das im Jahr 2007 erreicht wurde. Mit Blick auf einzelne Kundensegmente erzielten Finanzhäuser im Mikrosegment – d. h. bei Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von weniger als 2 Mio. US-Dollar – bei weitem die höchste durchschnittliche Kapitalrendite, gefolgt vom Kundensegment kleiner und mittlerer Unternehmen. Großkunden mit einem Jahresumsatz von mehr als 250 Mio. US-Dollar erwiesen sich aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität und Transparenz als schwierigste Zielkundengruppe der Banken in Bezug auf Wertschaffung.




