BVI sieht Änderungsbedarf bei Investmentbesteuerung
(ac) Die von der Finanzministerkonferenz eingesetzte Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Neukonzeption der Besteuerung von Investmentfonds hat einen ersten Vorschlag für ein einfaches und aufkommenstabiles System zur Investmentbesteuerung vorgelegt. Der BVI Bundesverband Investment und Asset Management zeigt sich von den Empfehlungen jedoch enttäuscht.
Steuererhöhungen anstatt Vereinfachung
Anstatt Vereinfachungen für Anleger, Banken und Kapitalanlagegesellschaften zu erreichen, führe das vorgestellte Konzept lediglich zu Steuererhöhungen bei den Anlegern. Die Arbeitsgruppe sei aber angetreten, um insbesondere die komplizierte Besteuerung ausländischer thesaurierender Fonds zu vereinfachen. Die sogenannte Thesaurierungsbesteuerung bestünde aber weiter. Anleger müssten weiterhin Steuern zahlen, ohne Ausschüttungen zu erhalten. Der Vorschlag verfehle das erklärte Ziel einer Steuervereinfachung. Im Ergebnis würden Privatanleger mehr Steuern zahlen. Für betriebliche Anleger würden Publikumsfonds unattraktiv, denn sie würden stärker belastet, als wenn sie ein identisches Portfolio mit Direktanlagen bildeten.
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