Finanzen 05. August 2010

IVD: Immobilienumsatz legt im ersten Halbjahr deutlich zu

(ac) Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland private und gewerbliche Immobilien im Gesamtwert von über 69,46 Mrd. Euro umgesetzt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres (63,90 Mrd. Euro) entspricht dies einem Anstieg von rund 8,70%. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverband IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens. Vom aktuellen Umsatzvolumen im ersten Halbjahr in Höhe von 69,46 Mrd. Euro entfielen 63,50 Mrd. Euro (+ 9,79%) auf die westdeutschen Bundesländer einschließlich Berlin und 5,96 Mrd. Euro auf die ostdeutschen Bundesländer. Die neuen Bundesländer verzeichneten damit im Gegensatz zu dem bundesweiten Trend einen Rückgang des Transaktionsvolumens um 1,7%. In den einzelnen Bundesländern sind zum Teil hohe Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Spitzenreiter ist Thüringen, wo die Umsätze um mehr als 16% anstiegen, gefolgt vom Saarland (+16,24%) und Bayern (+15,92%). Zweistellige Umsatzzuwächse sind darüber hinaus in Berlin (+13,71%), Niedersachsen (+10,84%) und Baden-Württemberg (+10,10%) zu verzeichnen. In Hamburg allerdings sanken die Immobilientransaktionen um 7,37%. Der mit Abstand höchste prozentuale Umsatzrückgang ist in Sachsen-Anhalt mit fast 21% festzustellen. Das umsatzstärkste Bundesland ist Nordrhein-Westfalen mit 14,13 Mrd. Euro, gefolgt von Bayern (14,02 Mrd. Euro) und Baden-Württemberg (10,38 Mrd. Euro). Hessen liegt mit 5,39 Mrd. Euro wie in den Vorjahren auf Platz vier. Niedersachsen und Berlin folgen mit 5,13 bzw. 3,52 Mrd. Euro. Hamburg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein liegen zwischen rund 2,6 und 2,7 Mrd. Euro. Mit Ausnahme von Sachsen (2,06 Mrd. Euro) und Brandenburg (1,39 Mrd. Euro), liegt der Immobilienumsatz der neuen Bundesländer unter 1 Mrd. Euro.

Das so genannte Immobilientransaktionsvolumen bzw. der Immobilienumsatz umfasst sämtliche privaten und gewerblichen Immobilientransaktionen, die der Grunderwerbsteuer unterliegen. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen – mit Ausnahme der Fälle, die der Erbschafts- und Schwenkungssteuer unterliegen, sowie Share-Deals – dieser besonderen Umsatzsteuer auf Grundstücksumsätze unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.

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