Kritik an der Finanztransaktionssteuer wird immer lauter
(ac) Die Kritik an der Finanztransaktionssteuer von Seiten der Verbände wird immer lauter. So lehnt beispielsweise der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ab. Andreas Mattner, Präsident des ZIA: „Mit einer Finanztransaktionssteuer würden volkswirtschaftlich sinnvolle Tätigkeiten verteuert wie beispielsweise die Kapitalanlage von Versicherungen. Dies hätte nicht nur sozial-politische Konsequenzen sondern würde sich auch in Zeiten einer angespannten Konjunkturlage verschärfend auswirken. Der derzeit diskutierte Richtlinienentwurf weist zudem erhebliche Schwächen auf.“ Der Richtlinienentwurf folge bei der Bestimmung der Handelspartner, die die Steuer zu entrichten haben, einem weiten Ansatz. So beziehe er nach derzeitigen Plänen alle Gebilde ein, die beispielsweise als Alternative Investment Fund zu qualifizieren sind. „Dabei wird jedoch übersehen, dass dieser schillernde Begriff bisher sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene weitgehend ungeklärt ist. Dies ist besonders für die Immobilienbrache gefährlich, da möglicherweise große Immobiliengesellschaften wie börsennotierte Aktiengesellschaften einbezogen werden könnten“, so Mattner.
Finanzielle Nachteile für Riester-Fondssparer
Der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) warnt vor Belastungen für Fondssparer. So wirke eine Finanztransaktionssteuer besonders kontraproduktiv bei wertsicherungsorientierten Anlagestrategien oder auch Riester-Fonds mit gesetzlich vorgegebenem Kapitalerhalt der eingezahlten Beiträge: Langfristig agierende Riester-Fondssparer würden mit Steuern von bis zu 14.000 Euro belastet werden.
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