Offene Immobilienfonds: Kluft zwischen Anbietern wächst
(ac) Die Marktführer bei offenen Immobilienfonds haben ihren Marktanteil in den letzten zwölf Monaten erneut gesteigert. Er stieg von 50 auf 55%. Das Fondsvermögen der vier großen Gesellschaften erhöhte sich von 44 Mrd. Euro auf rund 48 Mrd. Diese Zahlen hat Kommalpha bekannt gegeben. Laut dem Unternehmen zeigen sie, dass von der schlechten Stimmung nicht alle Anbieter des Segments getroffen sind. Die Marktführer bei offenen Immobilienfonds hätten auf Jahressicht die Abflüsse der Verlierer aufgefangen und konnten zusätzliche Mittel an sich binden.
Platz 3 auf der Beliebtheitsskala
Offene Immobilienfonds verzeichnen einen Nettomittelzufluss von rund 2,1 Mrd. Euro per 30. Juni 2010. Damit liegen sie in der Gunst der Investoren auf Platz drei der Publikumsfonds, nach Misch- und Rentenfonds, jedoch noch vor Aktienfonds.
Die insgesamt positive Entwicklung des Sektors wird allerdings bei weitem nicht von allen Gesellschaften getragen. Die vier derzeit größten Anbietergruppen, Union Investment Real Estate GmbH (Union), Deka Immobilien Investment GmbH (Deka), Commerz Real Investmentgesellschaft mbH (CRI) und SEB Investment GmbH (SEB) stellen zusammen über 50 % des Gesamtvolumens offener Immobilienfonds. Die restlichen 14 Anbieter teilen sich die andere Hälfte.
Marktführer heben die Gesamtstatistik
Laut Kommalpha hatten Letztere in den letzten zwölf Monaten vielfach mit Rückgängen oder einer Stagnation im Mittelaufkommen zu kämpfen. Insgesamt mussten sie Mittelabflüsse von 2,3 Mrd. Euro hinnehmen. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch für das erste Halbjahr 2010. Die vier Marktführer konnten in diesem Zeitraum rund 1,7 Mrd. Euro bzw. rund 80 % des Mittelaufkommens auf sich vereinigen. Und das, obgleich die CRI in den ersten sechs Monaten mit einem negativen Mittelaufkommen innerhalb des Quartetts zurückfällt.




