Ombudsmannbericht: Beschwerdezahl gestiegen
(ac) Die Zahl der Beschwerden bei Ombudsleuten ist 2009 um 35 % gestiegen – von 4.800 auf 6.500. Das weist der heute in Berlin veröffentlichte Tätigkeitsbericht des Ombudsmannes der privaten Banken aus. Der Anstieg der Beschwerdezahlen war, wie schon 2008, insbesondere im Wertpapiergeschäft zu verzeichnen. Der Bankenverband führt dies v.a. auf die Finanz- und Wirtschaftskrise zurück. Insgesamt ergibt sich aus den 6.500 Beschwerden die höchste Nachfrage seit Gründung des Kundenbeschwerdeverfahrens 1992. Der Bankenverband reagierte durch Berufung eines sechsten Ombudsmann und verstärkte die Kundenbeschwerdestelle personell.
Die Beschwerden betrafen alle Bereiche des Bankgeschäftes, z.B. den Zahlungsverkehr (23,3 % aller Beschwerden) und das Kreditgeschäft (16,5 %).
Das Wertpapiergeschäft dominierte mit rund 48 %. Deutlich wurde dabei laut dem Bankenverband: Die Wertpapierberatung muss auf den Kunden zugeschnitten sein. Hier seien die Banken auch weiterhin aufgerufen, konsequent für eine gute Anlageberatung zu sorgen. Die Schlichtungspraxis der Ombudsleute zeige jedoch auch, dass die Anlageberatung in der Praxis besser ist als ihr Ruf.
In dem Tätigkeitsbericht findet sich neben Zahlen und Fakten rund um das Ombudsmannverfahren eine repräsentative Auswahl an Schlichtungssprüchen der Ombudsleute zu den einzelnen Sachgebieten. m den Ombudsmann anzurufen, muss der Kunde lediglich den Sachverhalt schriftlich schildern und die zum Beleg notwendigen Unterlagen in Kopie beifuegen.
Näheres zum Ombudsmann-Tätigkeitsbericht 2009 unter http://www.bankenverband.de/ombudsmann.




