Stefan Seip verlässt den BVI

(ac) Nach fast zehn Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) legt Stefan Seip sein Amt auf eigenen Wunsch zum Ende des Monats Juni nieder. Zum BVI kam der Volljurist Seip im November 2001 von der Deutsche Börse AG, wo er zuletzt die politische Interessenvertretung geleitet hatte. Mit dieser Erfahrung war er prädestiniert für die Herausforderungen, vor der die Fondsindustrie damals stand: Immerhin sollte auf Vorschlag des damaligen Finanzministers Oskar Lafontaine im so genannten „Steuervergünstigungsabbaugesetz“ eine Doppelbesteuerung von Investment fonds sowohl auf der Ebene der Fonds als auch auf der Anleger eingeführt werden. Dieses Vorhaben konnte abgewendet werden; die Arbeiten am neuen Investmentsteuergesetz wie am Investmentgesetz führten zu einem für die Branche positiven Ergebnis. Inmitten der Finanzkrise und damit in einem der schwierigsten Jahre der Branche wurde Seip 2008 von einer Jury aus Journalisten, Fondsmanagern und Professoren für seine Verdienste zur „Fondspersönlichkeit des Jahres“ gewählt. Dass sich der BVI unter der Leitung von Seip den Respekt der Politiker erworben hat, zeigt zudem eine Umfrage des „Handelsblatts“ in 2010 unter den Finanzpolitikern des Deutschen Bundestages: Der BVI wurde als zweitbester Verband genannt, wenn es um die fachliche Unterstützung für Ausschuss-Sitzungen und Gesetzesvorhaben geht. Wesentliche Voraussetzung für diese erfolgreiche Interessenvertretung war die von Seip betriebene Eröffnung des Berliner Büros im Mai 2003. Mit effizienten Strukturen, der Öffnung für neue Mitglieder und der Professionalisierung der Kommunikation habe er alle Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft des Verbands geschaffen.
Stefan Seip
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