Thema Altersvorsorge in der Mittelschicht angekommen
(ac) Das Thema Altersvorsorge ist in der Mittelschicht offensichtlich angekommen. 56% der Befragten sehen in der Sicherung der Renten eine der wichtigsten Aufgaben der Politik. Zu diesem Ergebnis kommt die Kölner Gothaer Versicherung zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Forsa, die untersuchten, welche Stimmungen derzeit in der Mittelschicht vorherrschen. Den bestehenden Generationenvertrag halten 54% im Grundsatz für gerecht, bei den 18 bis 29-Jährigen, die künftig die Last des Systems tragen müssen, sind es erstaunlicherweise sogar 68%. Bei der privaten Vorsorge für das Alter stehen Kapitallebensversicherungen an erster Stelle gefolgt von Immobilienanlagen und Sparbüchern oder Banksparplänen. Immerhin 41% investieren auch in eine Riester-Rente. Insgesamt fühlt sich die Mittelschicht gut versichert, 82% der Befragten gaben an, optimal versichert zu sein. Für unentbehrlich hält die überwiegende Mehrzahl von 78% der Studienteilnehmer die Privat-Haftpflicht, in deutlichem Abstand gefolgt von Hausrat und Krankenversicherung sowie der Altersvorsorge. Als wichtigste noch abzuschließende Versicherung nennen 43% die Berufsunfähigkeitsversicherung gefolgt von einer Renten- und Hausratsversicherung.
Optimistische Zukunftserwartungen – vor allem bei den Jüngeren
Sehr optimistisch schätzt die Mittelschicht die eigene Zukunft ein. So sehen laut Umfrage 87% der Befragten optimistisch in die eigene Zukunft, bei den unter 30-jährigen sind es sogar 94%. Auch die eigene finanzielle Situation wird im Zweijahresvergleich sehr gut eingeschätzt. Nur 14% der Befragten sprechen von einer Verschlechterung der eigenen finanziellen Situation innerhalb der letzten zwei Jahre, 57% sehen sie unverändert und 29% spüren sogar eine Verbesserung. Bei den über 60-jährigen sehen hingegen nur 10% eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation, von einer Verschlechterung sprechen hier 21% der Befragten aus dieser Altersgruppe.
Sorgen und Ängste – Staatschulden und Politikversagen prägen das Bild
Aber auch die Mittelschicht blickt nicht ganz sorgenfrei in die Zukunft. Nach ihren Sorgen und Ängsten befragt, gaben 66% im Rahmen der Umfrage an, dass sie sehr große Angst davor haben, dass die Staatsverschuldung in Deutschland ins Unermessliche steigt. An zweiter Stelle der Befürchtungen steht die Vermutung, dass die Politiker mit den aktuellen Problemen des Landes überfordert sind. Die Angst vor Arbeitslosigkeit ist dagegen mit 34% der Nennungen nicht so weit verbreitet. In der Studie wurde noch weitere Daten wie zur Mediennutzung sowie Familie, Freizeit und Ehrenamt erhoben.
Die Befragung soll in regelmäßigem Abstand wiederholt werden und so eine Langzeitentwicklung der Stimmung im Mittelstand widerspiegeln. Insgesamt 1.000 Personen wurden nach einer genauen Definition der Mittelschicht ermittelt und zu verschiedenen Themen befragt.
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