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Assekuranz 26. Januar 2012

Veraltete IT-Systeme stehen Versicherungswirtschaft im Wege

(ac) Der Versicherungsmarkt ist im Umbruch. Marktsättigung und Verdrängungswettbewerb erschweren das Geschäft. Die sich kontinuierlich wandelnde Produktlandschaft erfordert neue Vertriebskanäle. Der Trend zum Makler-, Direkt- und Onlinevertrieb und die verbesserten Informationsmöglichkeiten des Internets führen zu erhöhtem Kostenbewusstsein und Serviceanspruch auf Kundenseite. Das Problem: Die veralteten IT-Systeme der Versicherungswirtschaft halten diesen Entwicklungen nicht stand. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Marktbeobachtung von Steria Mummert ISS. Die Prozessautomatisierung und Leistungsstandardisierung interner Prozesse entscheiden über den künftigen Geschäftserfolg. Nur flexible IT-Lösungen können die Herausforderungen bewältigen und ein größtmögliches Maß an Industrialisierung erreichen. Insbesondere bei Bestandsführungssystemen sehen die Versicherer großen Investitionsbedarf und müssen nachrüsten, um eine effiziente Datenorganisation im Unternehmen zu gewährleisten. „Die IT der Zukunft benötigt ein großes Maß an Standardisierung, um Datenverarbeitung zu automatisieren und vernetzbar zu machen“, erläutert Friedhelm Stricker, Managing Director bei Steria Mummert ISS. „Dabei nimmt die Bedeutung externer Einflüsse zu. Anschlussmöglichkeiten für Makler- und Vergleichsportale werden ebenso zur Pflichtaufgabe, wie die immer engere Taktung neuer Tarife. Die Erfahrungen im Tagesgeschäft haben uns gezeigt, dass die Mehrheit der Versicherer diesen Bedarf erkennen, trotzdem entscheiden sich nur zwei von zehn für den Kauf eines Standardsystems.“

Notwendigkeit bestehende Prozesse zu hinterfragen

Die klaren Nachteile von Eigenentwicklungen bei Zukunftsfähigkeit, Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit gegenüber Standardsoftware wurden in jüngsten Untersuchungen aufgedeckt. Bestehende Prozesse müssen hinterfragt werden, um eine Gesamtlösung mit klarem Kundenfokus zu erreichen. Bisher wird vermehrt auf parallel laufende Sonderlösungen gesetzt, die durch ihre Komplexität ein hohes Maß an manueller Pflege erfordern. Anstelle einer ganzheitlichen Betrachtung auf Basis aktuell verfügbarer Technik werden Teiloptimierungen bestehender Systeme vorgezogen. Gründe dafür sind der Kosten- und Personalaufwand. Dabei schafft eine individuelle Verarbeitung und konsequente Nutzung von Kundendaten dauerhafte Wettbewerbsvorteile. Dies bedarf einer engen Zusammenarbeit der IT-Verantwortlichen mit allen Fachbereichen. „Die Modernisierung der IT-Systeme stellt für Versicherungsunternehmen einen langfristigen, dynamischen Prozess dar und erfordert auch ein Umdenken bei der Standardisierung und Automatisierung der dazugehörigen Geschäftsprozesse. Bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen ist die Bereitschaft größer, ein Standardsystem einzusetzen“, sagt Friedhelm Stricker. „Nur so kann ungenutztes Potential ausgeschöpft und künftigen Anforderungen begegnet werden.“

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