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Assekuranz 07. Februar 2012

Versicherungsbranche setzt bei Rekrutierung auf Internet

(ac) Suchen deutsche Banken und Versicherungen nach neuen Mitarbeitern, nutzen sie vor allem Jobportale im Internet. 84% der befragten Personalverantwortlichen aus dem Finanzbereich erklären derartige Webangebote als Hauptmedium für ihre Rekrutierungsbemühungen. Dies ergab die aktuelle Studie HR Report 2011 des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE), die im Auftrag des Personaldienstleisters Hays durchgeführt wurde. An zweiter Stelle folgt mit 68% der Antworten die eigene Homepage. Nur noch jedes zweite Finanzunternehmen setzt dagegen auf klassische Stellenanzeigen. Headhunter und Personaldienstleister sowie interne Mitarbeiterempfehlungen spielen bei Banken und Versicherungen darüber hinaus eine deutlich wichtigere Rolle als in anderen Branchen. Im Vergleich zu anderen Branchen fokussiert sich der Finanzbereich bei der Rekrutierung zudem stärker auf Experten und Young Professionals. Für den HR-Report hat das IBE insgesamt 439 Führungskräfte aus Organisationen unterschiedlicher Größen und Branchen des deutschsprachigen Raums interviewt, darunter 50 Befragte aus dem Finanzbereich.

Banken und Versicherungen immer noch stark hierarchisch strukturiert

Für die Befragten dieser Branche sollte die Führung eines Unternehmens Mitarbeitern an erster Stelle Freiräume bei der Ausübung ihrer Aufgaben gewähren. Auch das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Mitarbeitern und Führungskräften sowie regelmäßiges Feedback der Führungsetage an die Angestellten spielen für sie eine wichtige Rolle. Die Ergebnisse des HR-Reports zeigen aber auch, dass Banken und Versicherungen insgesamt noch sehr stark hierarchisch strukturiert sind. So geben fast zwei Drittel der vom IBE Befragten aus dem Finanzbereich an, dass die Kommunikation in ihren Unternehmen von oben nach unten stattfinde. Nur 16% sehen das nicht so. Bei den anderen befragten Unternehmen und Branchen geben lediglich 42% eine Kommunikation von oben nach unten an. Ein Viertel der Befragten verneint diese. Geht es um Instrumente der Mitarbeiterbindung, nennen rund drei Viertel der Befragten ein gutes Betriebsklima sowie die Gestaltung flexibler Arbeitszeitmodelle. Hinzu kommen Gesundheitsförderung und Sozialbetreuung – zwei Bereiche, die höhere Zustimmungswerte für ältere Arbeitnehmer aufweisen.

Work-Life Balance wird hauptsächlich durch flexible Arbeitszeiten unterstützt

Um jüngere Mitarbeiter an ein Unternehmen zu binden, sprechen sich die Befragten der Finanzbranche insbesondere für Entwicklungsperspektiven und finanzielle Aspekte aus. Frank Schabel, Marketingleiter der Hays AG kommentiert: „Eine hohe Mitarbeiterbindung als Ausdruck einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit sollte generell ein Unternehmensziel sein. In Zeiten eines propagierten und auch tatsächlichen Fachkräftemangels ist sie ein probates Mittel, um Unternehmen am Markt generell besser aufzustellen und vor der Abwanderung von Fachwissen zu schützen.“ In Bezug auf die Thematik Work-Life-Balance unterscheiden sich laut Umfrage die Finanzunternehmen nicht von den Firmen und Organisationen anderer Branchen: Für 44% der für Banken und Versicherungen Tätigen hat diese Verbindung von Arbeit und Privatleben eine sehr große oder große Bedeutung. Als eine Hauptmaßnahme zur Unterstützung der Work-Life-Balance sprechen sich 90% der Unternehmen für flexible Arbeitszeiten aus. Mehr als drei Viertel der Finanzunternehmen nennen gesundheitsfördernde Maßnahmen, zwei Drittel Unterstützung bei der Kinderbetreuung als weitere Möglichkeiten.

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