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Investment 15. Dezember 2011

Volatile Märkte schrecken Anleger nicht ab

(ac) Trotz der anhaltenden Staatsschuldenkrise und der volatilen Märkte sind derivative Finanzprodukte bei aktiven, selbstbestimmten Anlegern weiterhin beliebt. Das ist das Ergebnis der Umfrage „Derivate-Markt in Deutschland“ des Finanzvermarkters OnVista unter 1.606 Usern der Portale OnVista.de, ARIVA.DE, wallstreet-online.de und Boerse-Stuttgart.de. Demnach handelt aktuell mehr als die Hälfte der Befragten derivative Finanzprodukte wie Optionsscheine, Anlagezertifikate und Hebelzertifikate. Knapp ein Fünftel tut dies zurzeit nicht, war aber in der Vergangenheit in diesen Anlageklassen investiert. 18,4% handelten bisher überhaupt nicht mit Derivaten. Weitere 8,2% haben sich – zumindest vorübergehend – ganz von der Börse zurückgezogen. Insgesamt beabsichtigen fast neun von zehn Befragten den Vermögensanteil an börsengehandelten Produkten in Zukunft erhöhen oder gleich belassen.

Produktinformationsblätter sind wertvoll, reichen aber nicht aus

Viele Anleger nutzen inzwischen die seit Juli 2011 gesetzlich vorgeschriebenen Produktinformationsblätter (PiB) der Emittenten. Nach Meinung von fast drei Viertel sorgen diese auch für mehr Transparenz bei der Anlageentscheidung. Doch das scheint noch nicht auszureichen: Fast ein Drittel der ehemals aktiven Derivate-Anleger wünscht sich mehr Transparenz bei den angebotenen Produkten. Viele meiden derivative Produkte, da ihre Verluste in der Vergangenheit zu hoch waren; 22,4% haben kein Vertrauen mehr in Derivate. Für ein Zehntel der Befragten sind sie immer noch zu kompli-ziert. „Die Umfrage zeigt deutlich: Selbstentscheider nutzen Zertifikate und Optionsscheine weiterhin sehr intensiv“, sagt Lars Merle, Geschäftsführer der OnVista Media GmbH. „Gleichzeitig bleibt die Forderung nach einfacheren Produkten sowie mehr Transparenz. Letzteres verwundert ein wenig, denn die Emittenten haben umfangreiche Informationsangebote wie Schriften, Webinare, Broschüren, Bücher, Videos und Seminare geschaffen. Vielleicht ist es aber auch nötig, das Thema Wissensvermittlung noch ein mal völlig neu anzugehen, um neue Anleger für die Produkte zu gewinnen.“

Optionsscheine sind beliebteste Produktgattung

Beliebteste derivative Produktgattung ist der Optionsschein. 73,5% der aktuell in Derivate Investierten geben an, derartige Produkte schon einmal gehandelt zu haben. Hebelprodukte folgen in der Beliebtheitsskala mit 69,2%. Platz drei behaupten Indexzertifikate. Mit nur 12,8% spielen Contracts for Difference (CFDs) nach wie vor eine verhältnismäßig kleine Rolle. Ausschlaggebend für die Wahl des Emittenten sind in erster Linie dessen Bonität und ein gutes Pricing. Es folgen eine breite Produktpalette und eine hohe Servicequalität. Positive Zertifikate-Ratings spielen mit 18,5% nur eine nachgeordnete Rolle.

Unabhängige Webangebote sind erste Quelle für Kursversorgung

Über die aktuelle Kursentwicklung informieren sich Derivate-Anleger bevorzugt über neutrale Internetangebote: 60,6% nutzen die Kursversorgung unabhängiger Finanzportale wie OnVista, ARIVA.DE und wallstreet-online.de. Die TOP 3 der meistgenutzten Informationsangebote komplettieren die Börse Stuttgart und die Seiten der Online-Broker. Meistgenutzter Kanal für den Austausch untereinander bleiben für selbstbestimmte, aktive Anleger noch immer die Foren. Social Media hingegen wird kaum genutzt. 57,3% der Befragten sind in keinem sozialen Netzwerk registriert. Diejenigen, die bei Facebook und Co. aktiv sind, würden sich über mehr Features der Zertifikate-Branche in Sozialen Netzwerken freuen. Marktberichte und News interessieren die Befragten dabei am meisten (42,5%) vor Analysen zu Basiswerten und Aktien (29,9%) sowie Trading-Tipps (28,5%).

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