Finanzen 20. Dezember 2011

Warum bei der Altersvorsorge Wohneigentum erste Wahl ist

(ac) Die Menschen sehnen sich angesichts von Schuldenkrise, Inflationsgefahr und nervösen Finanzmärkten mehr denn je nach einem sicheren Hafen – und das nicht nur jetzt und heute, sondern vor allem im Alter. Dabei ist für die Mehrheit der Bundesbürger ein eigenes Dach über dem Kopf besser als jeder Rettungsschirm. 86% der Bürger halten Wohneigentum für eine sichere Altersvorsorge. Dazu kommt der Schutz vor Inflation, den das „Betongold“ bietet. Tatsächlich leben aber nur 43% im eigenen Heim. Die Experten der Deutschen Bausparkasse Badenia verraten, wie man den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen kann und was dabei zu berücksichtigen ist. Rückenwind durch Niedrigzinsen: Nie war Wohneigentumserwerb günstiger Schlecht für Sparer, gut für Bauherren: Die Zinsen sind noch immer auf einem historischen Tiefstand. Eine Folge: Baugeld ist so günstig wie nie.

Deutlich mehr Fördermittel beim „Wohn-Riester“

Wer sich das Zinsniveau von heute schon für morgen sichern möchte, kommt am Thema Bausparen nicht vorbei. „Bausparen liegt im Trend. Es garantiert langfristig niedrige Darlehenszinsen, so dass Wohneigentum für immer mehr Menschen ein erreichbares Ziel ist – gerade auch im Hinblick auf eine verlässliche Altersvorsorge. Außerdem winken staatliche Fördermittel“, betont Jochen Ament, Bausparexperte der Deutschen Bausparkasse Badenia. Dazu zählt die Wohnungsbauprämie, durch die Bausparverträge jährlich mit bis zu 45 Euro (Alleinstehende) bzw. 90 Euro (Verheiratete) gefördert werden. Deutlich mehr Fördermittel gibt es beim sogenannten Wohn-Riester. „Eine vierköpfige Familie kann bei einem riestergeförderten Altersvorsorge-Bausparvertrag wie ImmoStart R oder Via Badenia R mit bis zu 908 Euro Zulagen im Jahr rechnen. Das schlägt zusätzlich positiv zu Buche“, unterstreicht Bausparexperte Jochen Ament.

Eigenheim und Eigentumswohnung als inflationssichere Investition

Zu den niedrigen Zinsen, die für einen Wohneigentumserwerb sprechen, kommen noch die seit Jahren relativ günstigen Immobilienpreise. Diese Faktoren bewirken, dass zum Beispiel eine Familie mit einem Kind nur noch rund ein Siebtel ihres Einkommens für eine Finanzierung aufwenden muss, während es in den 1990er Jahren weit mehr als ein Drittel war. Mit der eigenen Immobilie auf der sicheren Seite Wohneigentum bietet viele Vorteile. Durch die eingesparte Miete, derzeit sind das nach Angaben des Statistischen Bundesamtes durchschnittlich 518 Euro, verfügen Senioren im Ruhestand über ein deutlich höheres verfügbares Einkommen als Mieter. Dazu sind Eigenheim und Eigentumswohnung als Sachwerte eine inflationssichere Investition. Genau prüfen sollten Immobilienerwerber neben Alter, Ausstattung und Bausubstanz vor allem die Lage, die ein ganz wesentlicher Faktor für die Werthaltigkeit ist. „Ein angenehmes, gepflegtes Umfeld, eine gute Infrastruktur undein hoher Freizeitwert sind wichtige Koordinaten, auf die man bei der Standortwahl achten sollte“, rät Jochen Ament.

Lebensqualität für heute und morgen

Wer Wohneigentum bildet, schlägt gleich „zwei Fliegen mit einer Klappe“. Er profitiert schon in jungen Jahren von einer hohen Lebensqualität im eigenen Zuhause und im Alter von niedrigen Kosten fürs Wohnen. Wie für jede Form der Investition gilt auch beim Immobilienerwerb: Er muss auf einem soliden Fundament stehen. „Wer bauen oder eine Immobilie kaufen will, sollte 20 bis 30 Prozent an Eigenkapital mitbringen. Damit lässt sich in der Regel eine verlässliche Finanzierung stemmen“, erklärt Ament. Zudem seien in Folge der niedrigen Zinsen für viele auch höhere Tilgungsraten machbar, die die Laufzeit der Finanzierung verkürzen. Denn: Beim Eintritt in den Ruhestand sollte die Immobilie auf jeden Fall schuldenfrei sein. So können Bauherren ruhig schlafen und die Rettungsschirme geschlossen bleiben.

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