Zukunft Europas im Mittelpunkt des Fondskongresses 2012
(ac) Bereits zum elften Mal hat der Fonds professionell Kongress am 25. und 26.01.2012 seine Pforten geöffnet. Insgesamt konnten sich die Besucher auf mehr als 214 Fachvorträge und über 222 Aussteller freuen. Und Besucher kamen reichlich, denn Aufzuarbeiten gab es angesichts der all gegenwärtigen Krise in Europa genug. So war das Vortragsprogramm gespickt von Themen wie bspw. „Die Währungsreform kommt!“, „Europa: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft“, „Anders investieren in Krisenzeiten“, etc. Der Kongress konnte auch 2012 mit bekannten Key Note Speakern aufwarten. So sorgte unter anderem Deutschlands Altbundespräsident Horst Köhler und der Boxprofi Wladimir Klitschko für einen vollen Vortragssaal. Weitere prominente Gastredner waren unter anderem die Investmentexperten Jens Ehrhardt und Eckhard Sauren.
Polemik aller Orten
In seinem „Kapitalmarktausblick 2012“ stellte der Portfoliomanager Luca Pesarini, Ethna Funds, verschiedene Szenarien für die Zukunft Europas vor. Nicht ohne jedoch vorher Kritik an der Politik zu üben. Pesarini zitierte hierzu den ehemaligen Oberbürgermeister von Stuttgart, Manfred Rommel: „Nichts zu verstehen hat einen Politiker noch nie davon abgehalten etwas zu sagen.“
Welche Möglichkeiten gibt es für Europa? Pesarini warnt hier vor einem „Schwarz-Weiß-Denken“. Das Szenario, dass Griechenland den Euroraum verlässt und die Drachme wieder einführt, sei undenkbar, denn dann würden bereits die nächsten Kandidaten vor der Tür stehen und das Spiel beginne von vorne. Auch das Szenario, dass Deutschland den Euroraum verlässt, sei nach Ansicht Pesarinis keine Option. Die Kosten für die Einführung der D-Mark wären so hoch wie die griechischen Schulden bei Deutschland. Des Weiteren würden beide Szenarien zu einer Gefährdung Europas führen. „Europa wäre für die nächsten 100 Jahre Geschichte“, warnt Pesarini. Europa sei nur mit einem gemeinsamen Vorgehen von Deutschland und Frankreich zu retten. Diese Länder müssten das Vorgehen diktieren. Des Weiteren muss Europa glaubwürdig zu seinen Schulden stehen.
Vorschläge zur Bestandssicherheit
Neben den zahlreichen Fondsgesellschaften und Finanzdienstleistern fanden sich unter den Ausstellern auch Versicherungen. Hier drehte sich alles um das Thema Fondspolicen. Aufgrund der volatilen Märkte und der damit einhergehenden Verunsicherung bei den Kunden sind gerade hier die Berater gefragt. Dietmar Bläsing, Vertriebsvorstand beim Volkswohl Bund, stellte in seinem Vortrag vor, wohin die Reise 2012 bei den Fondspolicen hingeht. So habe sich seit dem Jahr 2008 der Trend von klassischen Produkten zu Fondspolicen umgedreht. Dass aber auch Fondspolicen Chancen für die Kunden haben, machte er anhand der Produkte aus dem Hause Volkswohl Bund deutlich: Die sogenannte „Garantie Plus“ bietet im Falle einer positiven Differenz des Vertragsguthabens im Vergleich zum Vorjahr die Möglichkeit, die Garantie im Laufe der Vertragslaufzeit zu erhöhen. Um für eine hohe Bestandssicherheit zu sorgen und um auch beim Thema „Maklerhaftung“ auf der sicheren Seite zu sein, warb Bläsing für den Einschluss der Biometrie sowie die Ansprache der Unisex-Thematik. Hintergrund: Ab dem 21.12.2013 sind bei Neuverträgen nur noch Unisex-Tarife zulässig.
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