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07. April 2015

Öffentlicher Gesamthaushalt 2014 weist Überschuss von 6,4 Mrd. Euro auf

Wie das Statistische Bundesamt (destatis) mitteilt, erzielten die Kern- und Extrahaushalte des Öffentlichen Gesamthaushalts nach vorläufigen Ergebnissen der vierteljährlichen Kassenstatistik im Jahr 2014 einen Finanzierungsüberschuss von 6,4 Mrd. Euro. Im Jahr 2013 hatte der Öffentliche Gesamthaushalt noch ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 7,2 Mrd. Euro ausgewiesen.


Nach vorläufigen Ergebnissen der vierteljährlichen Kassenstatistik erzielten die Kern- und Extrahaushalte des Öffentlichen Gesamthaushalts – in Abgrenzung der Finanzstatistiken – im Jahr 2014 einen Finanzierungsüberschuss von 6,4 Mrd. Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, veränderte sich der Finanzierungssaldo damit gegenüber dem Vorjahr um 13,5 Mrd. Euro. Im Jahr 2013 hatte der Öffentliche Gesamthaushalt noch ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 7,2 Mrd. Euro ausgewiesen.

Im Jahr 2014 erzielte der Bund einen Finanzierungsüberschuss von 2,3 Mrd. Euro, im Vorjahr hatte der Bund noch ein Finanzierungsdefizit von 12,9 Mrd. Euro verzeichnet. Die Länder erreichten 2014 einen Überschuss in Höhe von 1,6 Mrd. Euro nach einem Defizit von 0,6 Mrd. Euro im Jahr 2013. Umgekehrt verhielt sich die Situation bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden: Während sie im Vorjahr noch einen Überschuss von 1,5 Mrd. Euro erzielt hatten, belief sich das kommunale Defizit im Jahr 2014 auf 0,7 Mrd. Euro. Bei der Sozialversicherung verminderte sich der Finanzierungsüberschuss im Jahr 2014 auf 3,0 Mrd. Euro (+ 4,7 Mrd. Euro im Jahr 2013). Dies ist vor allem durch das Finanzierungsdefizit bei der gesetzlichen Krankenversicherung (einschließlich Gesundheitsfonds) in Höhe von 2,4 Mrd. Euro bedingt (2013: + 1,6 Mrd. Euro).

Der öffentliche Finanzierungssaldo errechnet sich aus der Differenz von bereinigten Einnahmen und Ausgaben (einschließlich Saldo der haushaltstechnischen Verrechnungen). Die Einnahmen des Öffentlichen Gesamthaushalts erhöhten sich im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 3,7% auf 1.245,9 Mrd. Euro. Maßgeblich hierfür war der Anstieg der Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben um 3,8% auf 1.091,4 Mrd. Euro. Die Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben erhöhten sich beim Bund um 3,8%, bei den Ländern um 4,4% sowie bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden um 3,5%. Die zu den steuerähnlichen Abgaben zählenden Beitragseinnahmen der Sozialversicherung stiegen um 3,7%.

Die Ausgaben erhöhten sich im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 2,6% auf 1.239,7 Mrd. Euro. Im Einzelnen stiegen die Personalausgaben um 4,6% auf 254,9 Mrd. Euro. Die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand erhöhten sich um 4,9% auf 338,2 Mrd. Euro und die Ausgaben für soziale Leistungen um 3,0% auf 397,7 Mrd. Euro. Die Sachinvestitionen nahmen kräftig um 8,7% auf 47,1 Mrd. Euro zu. Demgegenüber waren die Ausgaben für den Beteiligungserwerb (− 25,5%), für Darlehensgewährungen (– 13,7%) und für Zinsen (– 14,1%) stark rückläufig.

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Im Unterschied zum hier nachgewiesenen kassenmäßigen Finanzierungsüberschuss des Öffentlichen Gesamthaushalts – in Abgrenzung der Finanzstatistiken – von 6,4 Mrd. Euro wurde in den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für das Jahr 2014 ein Finanzierungsüberschuss von 18,0 Mrd. Euro berechnet. Ursächlich für diese Abweichungen sind methodische Unterschiede in beiden Statistiken. (ad)





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