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2015 außergewöhnlich gutes Jahr für die deutsche Fondsbranche
11. Februar 2016

2015 außergewöhnlich gutes Jahr für die deutsche Fondsbranche

Laut dem Fondsverband BVI erlebte die deutsche Fondsbranche 2015 ein Rekordjahr, in dem die Fondsgesellschaften ein Vermögen von 2,6 Bio. Euro zu verwalten hatten. Eine Höchstmarke gab es auch beim Neugeschäft.


„2015 war ein außergewöhnlich gutes Jahr für die deutsche Fondsbranche, und zwar sowohl gemessen am verwalteten Vermögen als auch am Neugeschäft“, sagte Holger Naumann, Präsident des deutschen Fondsverbands BVI, auf der Jahrespressekonferenz am 10.02.2016 in Frankfurt am Main. Die Fondsgesellschaften verwalteten Ende 2015 ein Rekordvermögen von 2,6 Bio. Euro. Auch beim Neugeschäft erreichte die Branche mit Zuflüssen von netto 193 Mrd. Euro in Publikums- und Spezialfonds eine Höchstmarke. Diese Zahlen belegten die Bedeutung von Fondsgesellschaften als größte Verwalter von Kapital für Altersvorsorge und Vermögensbildung in Deutschland, so Naumann. 50 Millionen Deutsche sparen mit Fonds für das Alter, entweder direkt mit Publikumsfonds oder indirekt etwa über Versicherungen und Versorgungswerke, die in Spezialfonds investieren.

Versicherungsgesellschaften und Altersvorsorgeeinrichtungen wie Pensionskassen sind die größten Anlegergruppen von Spezialfonds. Auf sie entfallen über 800 Mrd. Euro von insgesamt 1,3 Bio. Euro. Auch im Neugeschäft haben diese beiden Anlegergruppen mit zusammen 73,2 Mrd. Euro wesentlich dazu beigetragen, dass Spezialfonds 2015 Rekordzuflüsse von netto 121,5 Mrd. Euro verzeichneten. Das ist das vierte Jahr in Folge mit einer Bestmarke.

Mischfonds mit Rekordabsatz

Publikumsfonds sammelten 2015 netto 71,9 Mrd. Euro neue Gelder ein. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, als ihnen 32,8 Mrd. Euro zuflossen. Mischfonds führen die Absatzliste mit Rekordzuflüssen von 38,6 Mrd. Euro an. Anleger bevorzugten Produkte mit einem etwas höheren Aktienanteil. So sammelten Mischfonds, die mindestens ein Drittel in Aktien investieren, netto 28 Mrd. Euro ein. Aktienfonds vollzogen nach vier Jahren mit Abflüssen einen Vorzeichenwechsel. Ihnen flossen 2015 netto 21,1 Mrd. Euro zu. Davon entfielen 14,9 Mrd. Euro auf Aktien-ETFs. Rentenfonds verzeichneten Zuflüsse von 6,3 Mrd. Euro. Offene Immobilienfonds sammelten netto 3,3 Mrd. Euro ein. Darin sind Substanzauszahlungen im Wert von 2 Mrd. Euro als Rückflüsse enthalten, die offene Immobilienfonds in Auflösung an Anleger überwiesen. Faktisch sammelten die Fonds damit 5,3 Mrd. Euro ein. (ad)





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