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Außendienstmitarbeiter der Versicherer bekommen mehr Geld
30. November 2017

Außendienstmitarbeiter der Versicherer bekommen mehr Geld

Für die Versicherungsangestellten im Außendienst gibt es einen neuen Tarifvertrag. Auf die rund 37.000 Beschäftigen im Außendienst warten insgesamt 4,4% mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 36 Monaten. Die Mindesteinkommen und alle weiteren im Tarifvertrag geregelten Gehaltsbestandteile sollen in drei Schritten erhöht werden.


Nachdem die Tarifverhandlungen für die Versicherungsangestellten im Außendienst im Dezember 2016 abgebrochen worden waren, ist es nun doch zu einer Einigung gekommen: Die rund 37.000 Angestellten im Außendienst der Versicherer erhalten 4,4% mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 36 Monaten. Darauf verständigten sich die Arbeitnehmervertreter der Vereinten Dienstleistungs-Gewerkschaft (ver.di), der DHV – Die Berufsgewerkschaft e. V., des Deutschen Bankangestellten-Verbands e. V. (DBV) – Gewerkschaft der Finanzdienstleister sowie der Arbeitgeberverband der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland e. V. (AGV).

Erhöhung auf drei Etappen

Der neue Tarifvertrag sieht vor, dass die Mindesteinkommen und alle weiteren im Tarifvertrag geregelten Gehaltsbestandteile in drei Schritten steigen werden. Zum 01.01.2018 erfolgt eine erste Erhöhung der einzelnen Komponenten zwischen 1,5% und 2%. In der nächsten Erhöhungsstufe zum 01.11.2018 werden die Einkommenskomponenten zwischen 1,2% und 1,4% erhöht und steigen dann zum 01.11.2019 nochmals um durchschnittlich 1%. „Damit haben wir einen Abschluss erreicht, der deutlich über dem ersten Angebot der Arbeitgeber liegt, das wir in der ersten Verhandlungsrunde als nicht verhandlungsfähig abgelehnt haben“, unterstreicht ver.di-Verhandlungsführerin Martina Grundler.

Arbeit im Außendienst immer komplexer

Grundler verwies auf die weitreichenden Veränderungen in der Versicherungsbranche und die deutlich erhöhten Anforderungen an den Außendienst aufgrund der steigenden Zahl an gesetzlich geforderten Informations-, Beratungs- und Dokumentationspflichten. Zudem würden die Umstrukturierungen gerade im angestellten Vertrieb einen Abbau von Arbeitsplätzen mit sich bringen. „Gleichzeitig sollen die Beratungsqualität und der Kundenservice verbessert werden, so dass die Arbeit immer komplexer wird“, erklärt Grundler und sieht damit die Erhöhung der Gehälter in jedem Fall gerechtfertigt.

Gespräche über Veränderungen des Berufsbilds für 2018 geplant

Für das kommende Jahr habe man sich mit den Arbeitgebern darauf verständigt, Gespräche über die Veränderungen im Berufsbild und die Zukunft des angestellten Außendienstes aufzunehmen. (tk)





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