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Der Makler als Abmahnzielscheibe
07. September 2015

Der Makler als Abmahnzielscheibe

Abmahnungen sind ärgerlich und – das macht sie noch ärgerlicher – oftmals ungerechtfertigt. Nicht selten geraten Makler in den Fokus von Kunden und Konkurrenten. Ein Blogbeitrag von Jürgen Evers, Partner und Rechtsanwalt der Kanzlei Blanke Meier Evers, zum DKM-Kongress „Maklerrecht“.


Immer höhere Erwartungen an den Verbraucherschutz und die dadurch bedingte zunehmende gesetzliche Regelungsdichte sorgen dafür, dass wettbewerbsrechtliche Abmahnungen häufiger werden. Selbst die Verwendung von Maklervertragsformularen ist abmahnfähig, soweit darin enthaltene Klauseln einer richterlichen Inhaltskontrolle nicht standhalten. Makler sollten deshalb auf Abmahnungen vorbereitet sein oder besser noch, ihre Verträge so gestalten, dass kein Raum für Abmahnungen geschaffen wird.

Berufspflichten als Herausforderung

Aber auch das bloße Einhalten seiner Berufspflichten stellt den Makler vor erhebliche Herausforderungen. Denn Versäumnisse bei der Erstinformation, der Dokumentation oder der Beratung bieten Wettbewerbern wegen der Verletzung marktverhaltensregelnder Vorschriften eine Grundlage, den Makler abzumahnen und ihm kostenpflichtige strafbewehrte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärungen abzuverlangen. Wird ein Makler abgemahnt, sollte er seine Rechte kennen. Denn nicht selten sind Abmahnungen nicht gerechtfertigt oder fehlerhaft.

Kongress Maklerrecht

Eine Übersicht über die Rechtslage mit Praxishinweisen zum richtigen Umgang mit Abmahnungen erhalten Sie auf dem DKM-Kongress „Maklerrecht“. Referent ist Jürgen Evers, Partner und Rechtsanwalt der Kanzlei Blanke Meier Evers in Bremen. Herr Evers ist seit 1989 auf das Vertriebsrecht spezialisiert. Zu seinen zahlreichen Publikationen zählen unter anderm auch der „Maklerkompass 2014“ und die Leitsatzkartei zum Vertriebsrecht „VertR-LS“

Der Kongress findet am 29.10.2015 im Rahmen der DKM statt (Mittwoch, Raum 5, Halle 5).

Der Blog zu den DKM-Kongressen

Die DKM 2015 wird von 17 verschiedenen Kongressen begleitet. Bereits im Vorfeld zur DKM werden die dort präsentierten Themen in einem Blog aufgegriffen.


Rechtsanwalt Jürgen Evers Rechtsanwalt Jürgen Evers


Kommentare

von Bruno Steiner am 09.09.2015 um 10:54 Uhr
oder Depp und Melkkuh für RAE??? Die meisten Vorschriften und Auflagen / Erstinformationen sind für Verbraucher eh vollkommen nutzlos? Warum werden nicht die Initiatoren und Anbieter von Produkten oder die versagende Finanzaufsicht zur Verantwortung gezogen? Warum muss ein Vermittler für (fehler- oder mangelhafte) Produkte haften? Wurde ein Kollege schon mal nach seiner Zertifizierungs- oder Registrierungsnummer bei der IHK oder sonstwo gefragt? Man könnte darüber (Zeit, Kosten, Bürokratie, Arbeitsaufwand) verzweifeln, denn "außer Spesen nichts gewesen!"



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