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Deutsche Fondsbranche blickt optimistisch auf 2019
27. Dezember 2018

Deutsche Fondsbranche blickt optimistisch auf 2019

Die deutsche Fondsbranche ist 2018 aller Voraussicht nach erneut gewachsen. Für 2019 rechnet die Branche rechnet weiter mit Wachstum. Regulierung und steigender Margendruck dürften die Gesellschaften aber weiter belasten. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des BVI hervor.


Die deutsche Fondsbranche ist 2018 aller Voraussicht nach erneut gewachsen. Für 2019 rechnet die Branche rechnet weiter mit Wachstum. Regulierung und steigender Margendruck dürften die Gesellschaften aber weiter belasten. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des BVI hervor.

Deutsche Fondsbranche blickt optimistisch auf 2019

Für die Fondsbranche ist das Geschäftsjahr 2018 insgesamt gut verlaufen, aber weniger gut als ein Jahr zuvor erwartet. Für 46% fielen die Erwartungen so aus wie im Herbst 2017 prognostiziert, für 27% jedoch schlechter. 2017 waren noch knapp 60% der Befragten von einem guten Geschäftsjahr 2018 ausgegangen. Das ergab eine BVI-Umfrage im Dezember unter Führungskräften aller BVI-Mitglieder.

Optimisten in der Mehrheit

Befragt nach ihren Geschäftsaussichten 2019 schätzen 44% der Fondsgesellschaften ihre Lage als unverändert gut ein, 32% gehen davon aus, dass sich ihre Ertragslage 2019 verschlechtern wird. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren nur 17% dieser Meinung. Die stärksten Geschäftsimpulse sind nach Ansicht der Branche die unverändert niedrigen Zinsen (59%), die die Nachfrage nach rentierlichen Anlageprodukten wie Fonds steigen lässt. Dahinter folgen die Altersvorsorge (53%) und die Nachfrage nach alternativen Anlageprodukten (50%).

Regulierung belastet

Regulatorischer Druck bleibt hoch Herausfordernd werten die Befragten den zunehmenden Margen- und Kostendruck (80%). 2017 lag der Anteil noch bei 77%. Auch der regulatorische Druck bleibt hoch (79%). Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI: „Die Fondsgesellschaften werden in den nächsten Jahren ihre Ressourcen darauf konzentrieren müssen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Allerdings bindet die EU-Regulierung seit Jahren enorme Kapazitäten bei den Asset Managern. Die EU könnte einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Asset Managern leisten, indem sie endlich die „bessere Regulierung“ schafft, die sie sich 2014 selbst zum Ziel gesetzt hat. Das bedeutet, Auswirkungen geltender Regeln zu überprüfen und Überregulierung abzubauen.“

Herausforderungen und Hemmnisse

Nach Ansicht vieler Mitglieder wird sich das jetzige Gebührenmodell für Fonds auf Sicht innerhalb der nächsten fünf Jahre verändern. Fast die Hälfte (49%) der Befragten erwartet, dass die Bedeutung leistungsabhängiger Gebühren steigen wird. Nur ein Viertel glaubt, dass „Performance Fees“ eine Randerscheinung bleiben. Die Erzielung einer Outperformance (56%) und die Digitalisierung (47%) wertet die Branche ebenfalls als große Herausforderung. Als größte Hemmnisse für das Wachstum im Jahr 2019 könnten sich den Befragten zufolge geopolitische Unsicherheiten (74%) und eine negative Entwicklung an den Kapitalmärkten (66%) auswirken. (mh)






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