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Niedrigzinsumfeld vermiest deutschen Sparern die Laune
15. Juli 2015

Niedrigzinsumfeld vermiest deutschen Sparern die Laune

Bei deutschen Sparern herrscht mehrheitlich Unzufriedenheit. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger ist einer aktuellen Umfrage zufolge unzufrieden mit ihrer Geldanlage. Besserung ist für viele nicht in Sicht. Deutlich zufriedener zeigen sich derweil Anleger, die in Aktien investiert haben. Das Verhältnis zur privaten Vorsorge bleibt derweil zwiegespalten.


Die Deutschen sind mit ihrer Geldanlage überwiegend frustriert. 57% der Finanzentscheider in privaten Haushalten sind laut einer Umfrage von Union Investment unzufrieden mit ihrer Geldanlage. Zudem rechnet nur eine Minderheit damit, dass sich das Umfeld festverzinslicher Papiere auf absehbare Zeit durch deutlich steigende Zinsen verbessern wird. Zwei Drittel der Befragten gehen von konstant niedrigen Zinsen in den nächsten sechs Monaten aus.

Abkehr von klassischen Anlagen

Auch langfristig wird kein deutlicher Zinsanstieg erwartet. Sowohl über drei als auch über fünf Jahre rechnen 59% lediglich mit moderat steigenden Zinsen. Klassische Zinsanlagen büßten daher weiter an Beliebtheit ein. Im Vergleich zum Vorquartal büßten Tagesgelder um 2 Prozentpunkte auf 27% ein, Sparbüchern um 4 Prozentpunkte auf 15% und festverzinsliche Wertpapiere um 3 Prozentpunkte auf 22%.

Aktienanleger zufriedener

Deutlich zufriedener mit ihrer Geldanlage zeigten sich Aktienanleger. Hier waren fast zwei Drittel mit ihren Entscheidungen zufrieden. Im Vorquartal war es nur knapp die Hälfte. Aktienanleger dürften der Umfrage zufolge auch in Zukunft zufrieden sein. Auf Sicht von sechs Monaten erwartet die deutliche Mehrheit der Deutschen konstante bis steigende Aktienkurse. Nur knapp jeder Vierte meint, dass die Kurse im nächsten halben Jahr sinken werden. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass die Attraktivität von Aktien im Vergleich zum Vorquartal von 33 auf 38% gestiegen ist. Am attraktivsten bleiben bei den Anlegern aber weiter Investments in Immobilien (77%).

Mangelnde Kenntnisse als Hindernis

Sechs von zehn Befragten möchten ihr Geld trotz allem weiterhin nicht chancenreicher anlegen als bisher. Nur kanpp jeder Fünfte ist bereit, in risikoreichere Anlageklassen zu investieren. „Die Zurückhaltung bei chancenreicheren Anlageformen lässt sich sicher ein Stück weit damit erklären, dass vielen Menschen die Geldanlage und die Abwägung von Chancen und Risiken grundsätzlich schwer fällt“, erläutert Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Tatsächlich hält sich das Wissen rund um die Geldanlage in Grenzen: Nicht einmal jeder Vierte gab an, sich gut auszukennen.

Private Vorsorge gewinnt an Bedeutung

Die Meinung, dass private Altersvorsorge dringend notwendig ist, gewinnt derweil weiter an Verbreitung. Die Zahl derjenigen, die es insbesondere aufgrund der aktuellen Zinssituation für wichtig halten, sich mit privater Vorsorge zu beschäftigen, ist um 2 Prozentpunkte auf 62% gestiegen. Bei den 20– bis 29-jährigen sind es sogar 67%. Allerdings hat jeder fünfte Befragte nach wie vor noch keine private Altersvorsorge abgeschlossen. (mh)





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