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Finanzmärkte 2016: „Die Situation bleibt gefährlich“
17. Februar 2016

Finanzmärkte 2016: „Die Situation bleibt gefährlich“

Die Talfahrt der Börsen ist für die Experten von FERI noch längst nicht beendet. Nach wie vor gebe es reichlich Risikofaktoren, wie etwa eine weitere Abschwächung der Weltkonjunktur und zunehmende Kredit- und Event-Risiken. Hinzu komme die Geopolitik als neuer Belastungsfaktor.


Nach dem extrem schlechten Jahresauftakt sind fast alle Aktienmärkte weltweit im Abwärtstrend. Die heftigen Korrekturen bestätigen FERI zufolge das Bild deutlich erhöhter Risiken im weiteren Jahresverlauf. Kurzfristig dürften nun begrenzte Erholungen einsetzen, im Vorgriff auf wichtige Notenbanktermine im März. Sowohl die EZB als auch die US-FED werden den Märkten wohl neue Entspannungssignale senden. Solche Erholungsphasen sollten laut FERI jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass die Kapitalmärkte weiter stark unter Druck bleiben. Die Situation bleibe gefährlich.

Risikofaktoren werden sichtbar

Globale Risikofaktoren, die sich seit Jahren aufgebaut haben, werden dem Investmenthaus zufolge 2016 zunehmend sichtbar und verschärfen sich. Das globale Wachstum bleibt aufgrund hoher Verschuldung, rezessiver Tendenzen in zahlreichen Schwellenländern sowie der schwierigen Situation in China weiterhin schwach. Als Folge des Ölpreisverfalls kämen hierzu akute Kreditrisiken in Schwellenländern, bei Hochzinsanleihen sowie im Rohstoff- und Energiebereich. Dies erkläre unter anderem die scharfen Einbrüche zahlreicher Finanztitel. Gleichzeitig verlieren die großen Notenbanken zunehmend an Vertrauen. Speziell die FED leide unter den Folgen ihrer verfehlten Zinswende.

Gefahr an vielen Fronten

Vor diesem Hintergrund droht den Finanzmärkten 2016 an vielen Fronten ernste Gefahr. Ein solches Negativ-Szenario hatte FERI bereits im Herbst 2015 mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 45% prognostiziert. Mittlerweile sei diese Wahrscheinlichkeit auf über 75% gestiegen. „Der abrupte Absturz der Börsen zeigt ganz klar: Die globalen Probleme, die schon 2015 unter der Überfläche geschwelt haben, werden nicht länger ignoriert. Trotz – vielleicht sogar wegen – der extremen Vollgaspolitik der großen Zentralbanken. Die Geldpolitik wird deshalb in diesem Jahr den Nimbus der Unfehlbarkeit verlieren“, warnt daher Dr. Heinz-Werner Rapp, Vorstand und oberster Anlagestratege der FERI Gruppe.

Geopolitische Störfeuer

Zusätzliches Risikopotenzial erzeugen FERI zufolge geopolitische Störfaktoren: So erhöht der Ölpreisverfall den Druck auf fragile Ölförderländer wie Russland, Brasilien und Saudi-Arabien. Auch Europa drohe weiterer Schaden, sollte Großbritannien für einen Ausstieg aus der EU votieren. Euro-Investments würden dann künftig von Investoren noch kritischer gesehen. „Insgesamt hat sich das globale Anlageszenario deutlich verschärft. Die schwache Verfassung der Weltwirtschaft und die ungewöhnliche Häufung systemischer und politischer Risiken lassen ein weiter schwieriges Börsenjahr erwarten. Im Rahmen einer defensiven Anlagestrategie sollten deshalb anstehende Markterholungen konsequent zur Risikoreduktion genutzt werden“, fasst Rapp zusammen. (mh)





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