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Gewerbesteuer: Beurteilungsspielraum für Unternehmen mit Grundbesitz
27. Februar 2019

Gewerbesteuer: Beurteilungsspielraum für Unternehmen mit Grundbesitz

Verwaltet ein Unternehmen ausschließlich eigenen Grundbesitz, so werden Erträge aus der bloßen Verwaltung und Nutzung von der Gewerbesteuer freigestellt. Das hat das Finanzgericht Münster entschieden.


Verwaltet ein Unternehmen ausschließlich eigenen Grundbesitz, so werden Erträge aus der bloßen Verwaltung und Nutzung von der Gewerbesteuer freigestellt. Das hat das Finanzgericht Münster entschieden.


Gewerbesteuer: Beurteilungsspielraum für Unternehmen mit Grundbesitz

Unternehmen, die ausschließlich eigenen Grundbesitz verwalten und nutzen, ist der Gewerbeertrag um den Teil zu kürzen, der auf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entfällt. Das hat das Finanzgericht Münster in einem aktuellen Urteil entschieden. Damit werden Erträge aus der bloßen Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes von der Gewerbesteuer freigestellt.

Gericht räumt Beurteilungsspielraum bei der Gewerbesteuer ein

In der Praxis ist häufig unklar, ob in einem solchen Fall zum Beispiel die Mitvermietung fremden Grundbesitzes als Teil einer wirtschaftlich sinnvollen Grundstücksnutzung anzusehen ist oder ob dies eine wirtschaftlich eigenständige Betätigung ist. Das Finanzgericht hat in seinem Urteil einen unternehmerischen Beurteilungsspielraum eingeräumt. Die Nebentätigkeit müsse demnach nicht die einzige oder im Vergleich zu sämtlichen Nutzungsmöglichkeiten die wirtschaftlich sinnvollste Grundstücksnutzung sein. Maßnahmen, die in engem Zusammenhang mit dem Grundbesitz stünden und dazu dienten, dessen wirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen und von Risiken freizuhalten, seien als unternehmerisch sinnvolle Nutzung zu werten. Insofern seien sie der Verwaltung des eigenen Grundbesitzes zuzurechnen. Ist die Nebentätigkeit mit nur geringen Einnahmen verbunden, sei sie auch in quantitativer Hinsicht als geringfügig anzusehen. (tos)

FG Münster, Urteil vom 06.12.2018, Az.: 8 K 3685/17 G; Revision zugelassen




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