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Grüne Kapitalanlage bei deutschen Privatanlegern noch wenig verbreitet
17. Oktober 2017

Grüne Kapitalanlage bei deutschen Privatanlegern noch wenig verbreitet

Eine Umfrage des Vermögensverwalters Legg Mason zeigt, dass die Beachtung von Umwelt- und Ethik-Aspekten für deutsche Privatanleger häufig nachrangig ist. Deutschland bestätige damit einen internationalen Trend. Stattdessen stehen politische Themen und die aktuelle Lage an den Kapitalmärkten im Fokus der deutschen Anleger.


Umwelt, Soziales sowie nachhaltige Unternehmensführung sind nur für eine Minderheit der Deutschen wesentliche Anlageziele. Gerade einmal 14% nannten in der während der zweiten Augusthälfte im Auftrag von Legg Mason durchgeführten Global Investment Pulse Survey die Berücksichtigung von ESG-Aspekten als wichtiges Anlageziel. ESG steht für Environment, Social, Governance und beschreibt die zentralen Ziele nachhaltiger Kapitalanlage.

Internationaler Trend

International sind die Deutschen mit dieser Einstellung nicht alleine: Vielmehr repräsentieren sie mit dem Ergebnis von 14% genau den Durchschnitt der in 7 Ländern befragten Anleger. Klaus Dahmann, Niederlassungsleiter und Country Head Germany and Austria bei Legg Mason, sieht eine Diskrepanz beim Umgang mit den Themen Ethik und Umwelt: „In vielen Lebensbereichen haben gerade die Deutschen ein großes Bewusstsein für ethische Themen entwickelt. Das zeigt sich beispielsweise bei der Ernährung und bei der Wahl der Energieversorgung. Aber bei der privaten Geldanlage spielt dieser Aspekt bisher nur eine untergeordnete Rolle.“

Angst vor Trump, Sorge über Zinstief

Die Umfrage zeigt zudem, dass politische Themen und die aktuelle Lage an den Kapitalmärkten die Anleger gerade hierzulande durchaus nicht kalt lassen. 40% machen sich Sorgen um die weltpolitische Stabilität, 39% nannten konkret die Politik der Trump-Administration als Sorgenfaktor. Ein weiteres Problem sind für die deutschen Anleger die niedrigen Zinsen, die von 44% beklagt werden.

Wohnungspreise kaum ein kritisches Thema

Ein Thema, das im Wahlkampf immer wieder adressiert wurde, spielt für die von uns befragten Anleger eine eher geringe Rolle: Der Immobilienboom und die Knappheit an bezahlbarem Wohnraum in den Ballungszentren. Nur 17% sagten, die steigenden Haus- und Wohnungspreise seien für sie ein kritisches Thema. Hierbei könnte Legg Mason zufolge eine Rolle spielen, dass Deutschland mit einer Wohneigentumsquote von 46% in der EU nach wie vor das Schlusslicht ist. (mh)





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