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Grundlegender Wandel: Fidelity kündigt neues Gebührenmodell an
04. Oktober 2017

Grundlegender Wandel: Fidelity kündigt neues Gebührenmodell an

Fidelity International will seine Gebührenstruktur grundlegend ändern. In Zukunft sollen Kunden ein variables Gebührenmodell mit einer reduzierten der Basisgebühr erhalten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Regulierungen und Marktentwicklungen sei grundlegender Wandel bei der Erhebung von Gebühren erforderlich.


Fidelity führt bei seinen aktiv gemanagten Aktienfonds weltweit ein neues Gebührenmodell ein. Die bisherigen jährlichen Managementgebühren werden reduziert und dafür um eine variable Managementgebühr ergänzt, die von der Wertentwicklung der Fonds abhängig ist. Wenn die Fonds eine Outperformance nach Kosten erzielen, wird Fidelity an dem Mehrertrag beteiligt. Entwickelt sich die Anlage dagegen nur analog zur Benchmark oder schwächer, fallen geringere Gebühren als bisher an. Der Gebührensatz bewegt sich dabei innerhalb einer Bandbreite, die durch eine vorgegebene Höchstgrenze und ein bestimmtes Mindestniveau definiert ist.

Kunden haben die Wahl

Das neue Gebührenmodell wird zusätzlich zu dem bereits bestehenden Gebührenmodell eingeführt. Damit kann der Kunde künftig zwischen zwei Modellen wählen. Im Unterschied zu erfolgsabhängigen Gebührenregelungen bei anderen Anbietern zeichne sich das neue Fidelity-Modell dadurch aus, dass bei einer Underperformance die Gebührenbelastung für den Kunden verringert werde.

Grundlegender Wandel erforderlich

„Wir haben uns eingehend mit den Auswirkungen der neuen regulatorischen Anforderungen beschäftigt. Dazu haben wir auch eine kürzlich veröffentlichte Marktanalyse der britischen Aufsichtsbehörde berücksichtigt, die sich mit der unzureichenden Innovation in unserer Branche bei den Gebührenstrukturen beschäftigt“, erläutert Brian Conroy, die Hintergründe. „Vor diesem Hintergrund halten wir einen grundlegenden Wandel bei der Erhebung von Gebühren von unseren Kunden für erforderlich. Es ist unser Ziel, unseren Kunden sowohl eine bedarfsgerechte Auswahl an Anlageprodukten zu bieten als auch Mehrwert zu liefern. Deshalb werden die von uns erbrachten Leistungen im Zuge der genannten Änderungen noch unmittelbarer an die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Anleger geknüpft. Wir freuen uns darauf, diese Änderungen in den kommenden Monaten zusammen mit unseren Kunden eingehend zu erörtern und umzusetzen.“

Angebot an Indexfonds soll wachsen

Darüber hinaus hat Fidelity angekündigt, das Angebot an passiven Investmentlösungen auszuweiten. Für diejenigen Anleger, denen es nur auf eine Verringerung der Gebühren ankommt und die kein Entgelt für einen aktiven Ansatz zahlen wollen, werde die erfolgreiche Palette kostengünstiger Indexfonds auf globaler Basis und für alle Kunden zugänglich ausgeweitet. (mh)





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