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Immer mehr Deutsche verfassen eine Patientenverfügung
12. Dezember 2014

Immer mehr Deutsche verfassen eine Patientenverfügung

Im Jahr 2009 ist die Patientenverfügung in Deutschland erstmals gesetzlich geregelt worden. Seither ist die Zahl der Bürger, die eine solche verfasst haben, kontinuierlich angestiegen, wie das Institut für Demoskopie Allensbach ermittelt hat. Ein guter Anknüpfungspunkt für Makler, die ihre Beratung rund um Pflegezusatzversicherungen in ein breiteres Themenfeld einbinden wollen.


Um die Vermittlung von Pflegezusatzversicherungen erfolgreich zu gestalten, lohnt es sich, die Beratung zum Thema „Pflege“ nicht auf die jeweiligen Produkte zu beschränken, sondern in ein komplettes „Sicherheitspaket“ einzubetten, das neben der Pflege auch verwandte Themen, wie Existenzsicherung, Sterbegeld, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung beinhaltet.

Letztere ist mittlerweile praktisch allen Bürgern bekannt: Lediglich 4% der Bürger haben noch nie etwas von der Möglichkeit gehört, eine Patientenverfügung für den Fall zu verfassen, dass man durch einen Unfall oder eine Krankheit einmal gesundheitlich nicht mehr in der Lage sein sollte, selbst zu entscheiden, wie man behandelt werden möchte. Dies ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, zu der das Institut für Demoskopie (IfD) Allensbach einen aktuellen Kurzbericht verfasst hat. Demnach haben seit dem Jahr 2009, als die Patientenverfügung erstmals gesetzlich geregelt wurde, immer mehr Bürger eine solche verfasst. Waren es vor fünf Jahren noch 15%, so sind es heute mit 28% fast doppelt so viele. Und weitere 45% planen noch, eine Patientenverfügung zu verfassen.

Skepsis gegenüber lebensverlängernden Maßnahmen

Erwartungsgemäß nimmt die Sensibilität für das Thema mit dem Alter deutlich zu: Von den befragten 60-Jährigen und Älteren hat bereits jeder zweite (51%) eine Patientenverfügung und weitere 34% planen eine solche für sich.

 

Immer mehr Deutsche verfassen eine Patientenverfügung

 

In einer Patientenverfügung bietet sich auch die Möglichkeit, lebensverlängernde Maßnahmen auszuschließen. Die Skepsis gegenüber solchen lebensverlängernden Maßnahmen um jeden Preis spiegelt sich der Allensbach-Umfrage zufolge deutlich in der Meinung der Bevölkerung wider: 74% möchten nicht, dass bei ihnen mit allen medizinischen Möglichkeiten versucht wird, ihr Leben zu verlängern, wenn sie einmal schwer pflegebedürftig sein sollten. Mit 82% steht besonders die Generation 60+ lebensverlängernden Maßnahmen ablehnend gegenüber. (ad)

Mehr zum Thema Pflege gibt es hier: www.asscompact.de/thementag



Kommentare

von Robert Zimmerer am 12.12.2014 um 10:46 Uhr
Das Thema Vollmachten/Verfügungen ist wichtig und für Betroffene bzw. deren Angehörige existenziell. Keine Frage! Allerdings ist der Hinweis an den Vermittler von Pflegeversicherungen zu präzisieren: Der Vermittler darf allgemein auf die zu regelnden rechtlichen Themen hinweisen, aber nicht persönlich-individuelle Ratschläge erteilen oder beraten. Das ist Sache des spezialisierten Rechtsanwalts oder Notars. Natürlich kann der Vermittler auf Spezialisten z.B. im regionalen Umfeld des Kunden hinweisen. Auch durch die Weitergabe von allgemeinen Broschüren einer Notar- oder Rechtsanwaltskammer. Aber schon das Ausfüllen von Checklisten oder eine Erfassung von Regelungswünschen zur Weiterleitung an Dienstleister oder Juristen kann problematisch werden, wenn sich der Versicherungsvermittler zu konkreten Antworten hinreißen lässt. Das ist im persönlichen Gespräch in der Praxis schnell passiert. Bei Falschauskunft bzw. dem erteilten Rat folgenden falsche Folgerungen/Bestimmungen - mit vielleicht fatalen Folgen für den Betroffenen oder seine Angehörigen - hat der Vermittler evtl. schnell die Grenze zur Rechtsberatung überschritten und seine Vermögensschadenhaftpflicht kennt hier keine Leistungspflicht!



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