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Jeder Zweite sieht Rente als staatliche Verantwortung
06. September 2017

Jeder Zweite sieht Rente als staatliche Verantwortung

Für 48% der Deutschen ist es allein Aufgabe des Staates, für eine zufriedenstellende Rente zu sorgen. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag von Canada Life. 41% sprechen sich für eine geteilte Verantwortung von Staat und Bürgern aus, wobei der Staat nur eine Mindestrente sichern soll. Gerade einmal 4% finden, jeder sollte eigenverantwortlich vorsorgen.


Für 48% der Deutschen ist es allein Aufgabe des Staates, für eine zufriedenstellende Rente zu sorgen. Dies zeigt eine Umfrage im Auftrag von Canada Life. 41% sprechen sich für eine geteilte Verantwortung von Staat und Bürgern aus, wobei der Staat nur eine Mindestrente sichern soll. Gerade einmal 4% finden, jeder sollte eigenverantwortlich vorsorgen.

Jeder Zweite sieht Rente als staatliche Verantwortung

Wenn es um die eigene Rente geht, sehen 48% der Deutschen die alleinige Verantwortung beim Staat. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life hervor, bei der mit Blick auf die Bundestagswahl 2.000 Bundesbürgern zur Rolle der Politik und den Erwartungen hinsichtlich der gesetzlichen Rente befragt wurden. Wie der Versicherer angesichts der Ergebnisse unterstreicht, würden beim Thema Rente Wunsch und Wirklichkeit weit voneinander abweichen. Insgesamt 41% der Befragten befürworten es, wenn ein Teil der Verantwortung auch beim Bürger selbst liegt. In diesem Fall soll der Staat nur für eine Mindestrente sorgen und der restliche Betrag privat aufgebracht werden. Nur gerade einmal 4% meinen, jeder sollte eigenverantwortlich fürs Alter vorsorgen.

Große Skepsis im Hinblick auf gesetzliche Rente

Insgesamt bestehen große Zweifel in Bezug auf die eigene gesetzliche Rente. Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass ihre persönliche staatliche Rente wahrscheinlich eher nicht (21%) oder überhaupt nicht (45%) ausreichen wird, um den aktuellen Lebensstandard im Alter halten zu können. Nur 11% meinen, dass ihre gesetzliche Rentenleistung genügen wird, um ihren Lebensstandard eher (8%) oder voll und ganz (2%) zu sichern. „Die meisten wissen, dass sie sich nicht alleine auf den Staat verlassen können, wenn es um die finanzielle Vorsorge für das Alter geht“, betont Bernhard Rapp, stellvertretender Deutschlandchef von Canada Life. „Viele müssten ihre private Vorsorge noch aufstocken. Aber nicht alle tun dies von alleine.“ Rapp erachtet es als Aufgabe von Politik und Versicherungsbranche, für das Thema Altersvorsorge zu sensibilisieren.

Viele Bürger wollen vorsorgen

Laut Canada Life zeige die Umfrage die große Bereitschaft in der Bevölkerung zum Sparen: So würden 47% bei etwaigen Steuerersparnissen nach der Bundestagswahl das Geld zunächst beiseitelegen und später über die Verwendung nachdenken. 14% würden es direkt in eine private Renten- oder Berufsunfähigkeitsversicherung anlegen. Nur 17% würden das Geld sofort für privaten Konsum ausgeben. Insgesamt 14% wissen nicht, wie sie die finanziellen Mittel einsetzen sollen. Rapp erläutert: „Der Wille, finanziell für die Zukunft vorzusorgen, ist da.“ Viele Verbraucher stünden derzeit aber vor dem Problem, wie sie ihre Ersparnisse bei niedrigen Zinsen gewinnbringend anlegen sollten. Gerade hier sieht Rapp unabhängige Makler und Finanzberater mehr denn je gefragt. (tk)





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