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Künstliche Intelligenz – in Pkw und Hausrat-Schadenmanagement
14. Februar 2018

Künstliche Intelligenz – in Pkw und Hausrat-Schadenmanagement

Künstliche Intelligenz (KI) erreicht unser Alltagsleben. Laut einer Umfrage befürworten die meisten Deutschen den Einsatz von KI, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Gleichzeitig verändert KI auch die Versicherungsbranche, etwa das Schadenmanagement im Bereich Hausrat und Wohngebäude.


Die Bundesbürger sprechen sich mehrheitlich für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) aus, um den Verkehrsfluss zu optimieren und Unfälle zu verhindern. Einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge erachten es 58% der Deutschen als sinnvoll, mit Hilfe von KI selbstfahrende Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Vor allem bei jüngeren Menschen zwischen 14 und 29 Jahren findet der Einsatz von KI Zustimmung. „Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, die unsere Wirtschaft und unseren Alltag grundlegend verändern wird. Gerade im Bereich der Mobilität bieten KI-Systeme herausragende Möglichkeiten, Fahrtzeiten zu verkürzen, Unfälle zu vermeiden und Umweltbelastungen zu reduzieren“, betont Bitkom-Präsident Achim Berg. Auch in die Versicherungswirtschaft hält das Thema Künstliche Intelligenz immer mehr Einzug, und das schon lange nicht mehr nur im Kfz-Bereich.

KI im Schadenmanagement

Denn der Einsatz von künstlicher Intelligenz und Robotik eröffnet auch den Hausrat- und Wohngebäudeversicherern ein enormes Potenzial für die Automatisierung ihrer Prozesse im Schadenmanagement. Dies ergab kürzlich eine Untersuchung der Swiss Post Solutions SPS und der Versicherungsforen Leipzig. Da die Schadenaufwendungen bis zu 75% der Gesamtkosten ausmachen, könne eine effiziente und qualitativ hochwertige Organisation des Schadenmanagements zu einer besseren Profitabilität beitragen. Außerdem lässt sich die Zufriedenheit der Kunden durch kurze Antwortzeiten nachhaltig erhöhen, wie der Dienstleister für Business Process Outsourcing SPS unterstreicht.

Dunkelverarbeitungsquote unter 10%

Ein Vorreiter für die Automatisierung im Schadenmanagement ist die Kfz-Versicherung – begünstigt durch eine hohe Standardisierung in der Automobilindustrie. Demgegenüber sind insbesondere die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung mit stark fragmentierten und nicht standardisierten Leistungsbestandteilen konfrontiert. Daher liegt die Dunkelverarbeitungsquote hier häufig unter 10%. Zwar seien Teilschritte wie etwa die Schadenmeldung via App automatisiert, dennoch werde bei vielen Versicherern noch immer jeder Hausrat- oder Wohngebäudeschaden mindestens einmal von einem Sachbearbeiter in die Hand genommen. „Je mehr Varianten der Schadenprozess einer spezifischen Branche oder Produktkategorie aufweist, desto herausfordernder ist die Automatisierung“, stellt Christian Ott klar, Director Global Solution Design Insurance bei SPS.

Hinderlich für eine stärkere Automatisierung sei zudem eine mangelnde Integration einzelner IT-Systeme, so Ott weiter. Oft stünden im Schadenprozess nicht alle benötigten Informationen automatisiert zur Verfügung. Hier kann eine KI-Lösung ansetzen und beispielsweise unstrukturierte Inhalte aus Schadendokumenten verstehen, erforderliche Informationen herausfiltern und für die automatisierte Verarbeitung im weiteren Schadenmanagementprozess aufbereiten. SPS ist überzeugt, dass angesichts des zunehmenden Kostendrucks und der Weiterentwicklung von Automatisierungstechnologien Künstlicher Intelligenz verstärkt zum Einsatz kommen wird, um eingehende strukturierte Kundeninformationen zu gewinnen und in der weiteren Folge Systembrüche zu überwinden. (tk)





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