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Nachhaltige Geldanlagen werden bei deutschen Sparern immer beliebter
07. November 2018

Nachhaltige Geldanlagen werden bei deutschen Sparern immer beliebter

Knapp jeder zweite deutsche Sparer hält nachhaltige Geldanlagen für attraktiv. 85% der Bundesbürger wären zudem bereit, zugunsten der Nachhaltigkeit weniger Gewinn in Kauf zu nehmen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Union Investment hervor.


49% der deutschen Sparer haben schon einmal von nachhaltigen Geldanlagen gehört. Vor vier Jahren waren es lediglich 39%. Knapp die Hälfte der Befragten (46%) hält nachhaltiges Anlegen für attraktiv. Das ist ein Anstieg um zwölf Prozentpunkte gegenüber dem Vergleichswert 2013. Für drei Viertel der Anleger spielt dabei das nachhaltige Handeln eine wichtigere Rolle als die Erzielung von kurzfristigen Gewinnen. Gleichzeitig ist der Anteil derer, die diese Geldanlage wenig attraktiv finden, um sechs Prozentpunkte auf ein Fünftel gesunken.

Steigende Bereitschaft zu Gewinnverzicht

Entsprechend kommt für 40% der Sparer eine Anlage in nachhaltige Investmentfonds ganz sicher oder wahrscheinlich infrage. Nur jeder Vierte lehnt ein solches Investment ab. Bemerkenswert ist, dass ökologische oder soziale Gesichtspunkte für viele Anleger bei der Geldanlage mindestens genauso wichtig sind wie der Gewinn, der am Ende herauskommt: 85% der Befragten wären bereit, zugunsten der Nachhaltigkeit weniger Gewinn in Kauf zu nehmen. Nur eine kleine Minderheit von 11% will für Nachhaltigkeit nicht auf einen Teil ihres Gewinns verzichten.

Langfristig kaum Renditebedenken

Mehr als die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass das Interesse an nachhaltigen Anlagestrategien in Zukunft weiter zunimmt. Knapp jeder Zweite ist zudem davon überzeugt, dass „grüne Investments“ zwar nicht kurzfristig, aber auf lange Sicht höhere Ertragschancen bieten als herkömmliche Geldanlagen. Gleichzeitig ist der Anteil derjenigen, die nachhaltiges Anlegen nur als Option professioneller Anleger sehen, seit 2014 von 41 auf 30% gesunken.

Besitz noch wenig verbreitet

Noch ist der Besitz von nachhaltigen Geldanlagen unter deutschen Privatanlegern aber wenig verbreitet. Gerade einmal 12% der Befragten sind darin investiert. Das sind nur drei Prozentpunkte mehr als 2013. Am häufigsten begründen die Sparer ihre Zurückhaltung damit, dass sie dafür kein Geld übrig haben (41%). Drei von zehn Sparern geben daneben an, dass das Angebot an nachhaltigen Geldanlagen unübersichtlich ist. Dabei würde gut jeder zweite Befragte nachhaltig investieren, wenn er als Kleinanleger wüsste, wie.

Ökologische Kriterien werden wichtiger

Hervorzuheben ist, dass von den Nachhaltigkeitskriterien in den letzten Jahren vor allem ökologische Gesichtspunkte an Bedeutung gewonnen haben. 46% der Sparer, die ihr Vermögen nachhaltig investieren möchten, halten ökologische Aspekte im Vergleich zu sozialen (49%) für wichtiger. Das sind neun Prozentpunkte mehr als 2013. (mh)





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