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Oldtimer-Besitzer unterschätzen Risiken der kalten Jahreszeit
09. Oktober 2018

Oldtimer-Besitzer unterschätzen Risiken der kalten Jahreszeit

Viele Oldtimer werden im Winter nicht gefahren und daher abgemeldet und nicht kaskoversichert. Was viele Halter nicht bedenken: Fast die Hälfte der Schadenfälle ereignen sich im Winter, darunter Unwetterschäden, Diebstahl und Mottenbefall. Gegen diese Risiken können sich Classic Car-Besitzer absichern.


Hochsaison für Oldtimer-Fahrer ist der Sommer. Da die klassischen Fahrzeuge in der kalten Jahreszeit nicht fahren wollen, melden viele Halter ihren Oldtimer über die Wintermonate ab. Wie eine Umfrage der Hiscox Versicherung ergab, unterschätzen viele Fahrer die Gefahren, die die kalte Jahreszeit für ihren Wagen birgt – unabhängig davon, ob das Fahrzeug bewegt wird oder nicht. Laut Halter-Befragung stehen rund 16% der Fahrzeuge in den Wintermonaten auf der Straße und sind dort den Witterungsbedingungen ausgesetzt. In der Folge kann es zu einer Wertminderung kommen. Von den insgesamt 193 genannten Schäden, die die Befragten bereits an ihrem Oldtimer zu beklagen hatten, sind 87 und damit 45% während des Winters aufgetreten. Dabei handelte es sich auch um Unwetterschäden, Diebstahl und Mottenbefall.

Oldtimer-Halter verzichten auf Kasko-Schutz

Darüber hinaus gaben 24% der Oldtimer-Besitzer an, dass ihr Fahrzeug im Winter nicht kaskoversichert ist. Als Grund hierfür nennen 43% das ihrer Einschätzung nach geringe Risiko für Schäden am Fahrzeug. Andere Befragte begründeten den fehlenden Kaskoschutz damit, dass sie sich die Prämie für die Versicherung sparen möchten (40%). Wie Hiscox unterstreicht, geht diese Rechnung schon bei einem kleinem Standschaden etwa durch Tierbiss oder Kratzer nicht mehr auf.

Spezialversicherung bietet Schutz im Winter

Die Umfrage belegt außerdem eine steigende Tendenz zum Abschluss einer Spezialversicherung. So setzen inzwischen 40% der Befragten damit 7% mehr im Jahr 2017 auf eine solche Absicherung, die auch im Winter einen deutlich besseren Schutz bietet. So gaben 52% der Befragten an, den Versicherungsschutz ihres Fahrzeugs jährlich vor allem in den Monaten von Oktober bis Januar zu überprüfen.

Im Schadenfall würden Oldtimer-Liebhaber mit einer Standard-Kfz-Absicherung meist deutlich schlechter fahren, wie David Clegg, Underwriting Manager Art & Private Clients bei Hiscox, betont. Bei einem Spezialtarif können Fahrzeuge auf Wunsch in Höhe des Markt-, Wiederbeschaffungs- oder Wiederherstellungswertes versichert werden – mit einer Vorsorge bei Wertsteigerung von 25%. Besitzer einer Standard-Kfz-Versicherung erhalten im Schadenfall dagegen nur den Zeitwert laut Schwacke-Liste. Ein Spezialtarif beinhaltet zudem auch Oldtimer Transportschäden und Ersatzteile sowie Zubehör bis 5.000 Euro. Den weitreichendsten Schutz bietet eine Allgefahrenpolice, die auch gegen außergewöhnliche Schadenfälle, wie etwa die Verschmutzung und Beschädigung durch Mäuse oder Motten oder die Kollision mit einem sich plötzlich schließenden Garagentor umfasst. (tk)





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