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So finanziert der typische Deutsche seine Immobilie
11. Oktober 2018

So finanziert der typische Deutsche seine Immobilie

Die Allianz ist hierzulande nicht nur als Versicherer, sondern auch als Baufinanzierer aktiv – und hat nun das Durchschnittsverhalten bei der Eigenheimfinanzierung analysiert. Demnach variiert die Darlehenssumme je nach Bundesland enorm. Zudem habe sich der Trend zur Eigennutzung verstärkt.


Die Allianz ist hierzulande nicht nur als Versicherer, sondern auch als Baufinanzierer aktiv – und hat nun das Durchschnittsverhalten bei der Eigenheimfinanzierung analysiert. Demnach variiert die Darlehenssumme je nach Bundesland enorm. Zudem habe sich der Trend zur Eigennutzung verstärkt.


So finanziert der typische Deutsche seine Immobilie

Dass die Immobilienpreise in Deutschland teils drastisch gestiegen sind, zeigt sich auch an den Darlehenssummen, mit denen Kunden ihr Eigenheim finanzieren. Über alle Bundesländer hinweg betrachtet, hat sich die durchschnittliche Darlehenshöhe, mit der Kunden der Allianz Baufinanzierung ihre Immobilie finanziert haben, von 2007 bis 2017 mehr als verdoppelt. Der typische Baufinanzierungskunde der Allianz im Jahr 2017 war knapp 43 Jahre alt, angestellt und hatte ein Haushalts-Nettoeinkommen von rund 4.000 Euro monatlich. 83% der Kunden wohnen selbst in ihrer finanzierten Immobilie.

Regionale Unterschiede

Die durchschnittliche Darlehenssumme lag bei 167.000 Euro. Zwei von drei finanzierten Objekten waren Einfamilienhäuser. Bezogen auf die Bundesländer gibt es deutliche Unterschiede, insbesondere bei der Darlehenssumme. So nutzen die Thüringer im Durchschnitt 120.000 Euro, um ihr Haus zu finanzieren, in Hamburg sind es dagegen schon 210.000 Euro, die den Menschen zum Eigenheim fehlen.

Kaum noch einkommensschwache Bauherren

Trotz anhaltend niedrigem Zinsniveau erwerben immer weniger Haushalte mit geringem Nettoeinkommen Wohneigentum, nicht zuletzt wegen der gestiegenen Immobilienpreise. Während vor zehn Jahren Kunden mit einem Haushalts-Nettoeinkommen bis 1.000 Euro noch bundesweit Immobilien finanzierten, haben 2017 Kunden mit diesem Einkommen schon in zehn Bundesländern keine Immobilie mehr finanziert. „Jeder dritte Kunde, der im vergangenen Jahr ein Haus oder eine Wohnung finanzierte, hatte ein Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro – in Hamburg sogar jeder zweite“, sagt Stefan Kohler, Leiter der Allianz Baufinanzierung.

Kunden werden jünger

Der Trend zu hohen Immobilienpreisen bleibt 2018 bestehen. Die Kunden werden derweil immer jünger. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der unter 40-Jährigen, die sich für eine Allianz Baufinanzierung entschieden haben, um 6% gestiegen. Allerdings setzt ein Großteil der jüngeren Menschen auf niedrige Tilgungsraten von 3% und weniger. „Haben die Kunden genug Eigenkapital oder entscheiden sie sich für eine Komplettfinanzierung, ist das kein Problem. Wenn nicht, besteht das Risiko, dass die Anschlussfinanzierung deutlich teurer wird als die Erstfinanzierung“, sagt Kohler.

Allianz Baufinanzierung bleibt auf Wachstumskurs

Insgesamt ist die Allianz Baufinanzierung auch im Jahr 2017 gewachsen und hat nunmehr Darlehenssummen von 21,5 Mrd. Euro im Bestand. Die Anzahl der finanzierten Objekte entspricht in etwa einer Stadt der Größe von Schwerin oder Oberhausen – wenn man unterstellt, dass im Durchschnitt zwei Personen in jedem Haus leben. Der Wachstumstrend setzt sich auch 2018 fort. Im ersten Halbjahr haben sich 6.800 Kunden für eine Allianz Baufinanzierung entschieden. (mh)





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