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So wirkt sich die Zinswende für Hauskäufer aus
08. März 2018

So wirkt sich die Zinswende für Hauskäufer aus

Auch wenn die Europäische Zentralbank in ihrer jüngsten Sitzung noch einmal beschlossen hat, die Leitzinsen bei 0% zu belassen, mehren sich die Zeichen, dass die Zeit der extrem billigen Zinsen auch im Euroraum dem Ende entgegen geht. Was heißt das für Hauskäufer?


Auch wenn die Europäische Zentralbank in ihrer jüngsten Sitzung noch einmal beschlossen hat, die Leitzinsen bei 0% zu belassen, mehren sich die Zeichen, dass die Zeit der extrem billigen Zinsen auch im Euroraum dem Ende entgegen geht. Was heißt das für Hauskäufer?


So wirkt sich die Zinswende für Hauskäufer aus

Setzt sich der Trend der zuletzt gestiegenen Zinsen fort, sind insbesondere diejenigen gefordert, die jetzt und in Zukunft eine Immobilie kaufen wollen. Denn wenn die Zinsen steigen, verteuern sich die Kredite. Wer keine Zinsversicherung hat, verliert dann schon bei Steigerungen von 1% den Gegenwert eines VW Golf, wie Beispielrechnungen der LBS zeigen. An den Finanzmärkten zeigen sich die Vorboten der Zinswende bereits deutlich: Der Zehn-Jahres-MidSwap – ein Referenzzins im Interbankengeschäft – notierte in diesen Tagen mit 1,16% auf einem neuen Höchststand. Letztmals lag dieser Wert vor mehr als 30 Monaten so hoch. Seit ihrem historischen Tiefststand von 0,24% im Sommer 2016 haben sich die Zinsen damit bereits wieder mehr als vervierfacht.

Vorboten höherer Baufinanzierungszinsen

Einer Zinswende am Kapitalmarkt folgte bislang stets mit leichter Verzögerung auch die Preissteigerung für Immobilienkredite. Der Unterschied dieses Mal: Viele haben vergessen, wie viel Einfluss eine Zinssteigerung für diejenigen hat, die über den Kauf von Haus oder Wohnung nachdenken. Kein Wunder: Die Zinsen waren zuletzt knapp 30 Jahre lang tendenziell rückläufig.

Jetzt absichern

Um ein böses Erwachen bei der Finanzierung zu vermeiden, empfehlen die Experten der LBS, die Zinsen abzusichern. Denn: Jeder Prozentpunkt kostet auf die Kreditlaufzeit gerechnet eine Menge Geld. Für ein 200.000-Euro-Darlehen werden bei einem aktuellen Zins von 1,5% und zehn Jahren Laufzeit zum Beispiel heute pro Monat 250 Euro Zinsen fällig. Steigen die Zinsen auf 2,5%, erhöht sich die monatliche Belastung bereits auf 416 Euro; bei 3,5% hat sie sie sich auf 583 Euro mehr als verdoppelt und bei 4,5% Zinsen sogar auf 750 Euro verdreifacht. In zehn Jahren können sich allein die Zinskosten aus einer Steigerung von einem Prozentpunkt auf knapp 18.000 Euro summieren. Bei drei Punkten wären es sogar mehr als 52.000 Euro höhere Zinskosten.

Bausparkonto als Alternative

Wer bei seiner Baufinanzierung den Wert eines neuen VW Golf und mehr sparen will, sollte sich die immer noch günstigen Zinsen von heute sichern. Eine Möglichkeit der Zinsversicherung ist ein Bausparkonto. Dabei steht bereits bei Abschluss der Zinssatz für das spätere Bauspardarlehen fest, und der ist derzeit noch außergewöhnlich niedrig. Weil auch Laufzeit und Kosten für diesen Finanzierungsbaustein transparent und fix sind, gibt es keine unangenehmen Überraschungen. Dies gilt bei einer Sofortfinanzierung ebenso wie für Finanzierer, die erst in fünf oder zehn Jahren Wohneigentum bauen oder kaufen wollen, so die LBS. (mh)





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