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Digitale Gesundheitsakte von GKV und PKV geht an den Start
17. September 2018

Digitale Gesundheitsakte von GKV und PKV geht an den Start

Insgesamt 14 gesetzliche und zwei private Krankenversicherungen starten gemeinsam die digitale Gesundheitsakte in Form der kostenfreien App „Vivy“. Damit können rund 13,5 Millionen Versicherte ihre Gesundheitsdaten speichern, verwalten und bei Bedarf mit Ärzten, Laboren oder Kliniken teilen.


Insgesamt 14 gesetzliche und zwei private Krankenversicherungen starten gemeinsam die digitale Gesundheitsakte in Form der kostenfreien App „Vivy“. Damit können rund 13,5 Millionen Versicherte ihre Gesundheitsdaten speichern, verwalten und bei Bedarf mit Ärzten, Laboren oder Kliniken teilen.


Digitale Gesundheitsakte von GKV und PKV geht an den Start

Seit dem 18.09.2018 stellen 14 gesetzliche und zwei private Krankenversicherungen als erste in Deutschland ihren Versicherten eine elektronische Gesundheitsakte in Form der App „Vivy“ zur Verfügung. In der kostenfreien und TÜV-geprüften App können rund 13,5 Millionen Versicherte ihre persönlichen Gesundheitsdaten wie Befunde, Laborwerte und Röntgenbilder speichern und mit dem behandelnden Arzt teilenspeichern und verwalten.

Diese Krankenversicherer sind an Bord

Als private Krankenversicherungen informieren ab heute die Allianz Private Krankenversicherung und die Barmenia ihre Kunden. Bei den gesetzlichen Kassen gehen die DAK-Gesundheit, die Innungskrankenkassen IKK classic, IKK Nord, IKK Südwest sowie die Betriebskrankenkassen Bertelsmann, Diakonie, Dürkopp Adler, Gildemeister, Heimat, HMR (Herford, Minden, Ravensberg), Melitta Plus, mhplus, Pronova, Stadt Augsburg an den Start. BITMARCK, primärer IT-Dienstleister von mehr als 90 Kassen, wird weitere Krankenkassen dabei unterstützen, die App ihren Versicherten kostenfrei anzubieten. Potenziell könnten bis zu 25 Millionen Versicherte von Vivy profitieren.

Vivy erinnert an Arzttermine

Die App erinnert an Impftermine und Vorsorgeuntersuchungen. Vivy soll dabei unterstützen, Mehrfachbehandlungen zu verringern, Medikamentenunverträglichkeiten besser zu erkennen und Therapien unter Berücksichtigung vorangegangener Erkrankungen zielgenauer festlegen zu können.

Sicherheit der Daten

Die Daten der Nutzer sind bei Vivy sicher und nur die Versicherten entscheiden, ob sie die Daten beispielsweise mit dem behandelnden Arzt, Krankenhäusern oder Laboren teilen wollen. So haben weder die anbietenden Kassen und Versicherungen, noch Vivy bzw. BITMARCK Zugriff auf die Daten. Bei jeder Datenübertragung erfolgen mehrstufige Sicherheitsprozesse und eine asymmetrische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, für die nur der Versicherte selbst den Schlüssel hat. Vivy wurde vom TÜV Rheinland als sichere Plattform zertifiziert.

Vivy als Teil des digitalen Gesundheitsökosystems

Eingebettet in das digitale Gesundheitsökosystem verbindet Vivy den Patienten mit Praxen, Laboren, Krankenhäusern sowie Krankenkassen und -versicherungen. Ab Anfang 2019 nutzt Vivy die Schnittstelle KV-Connect Mobile für den verschlüsselten Datenaustausch mit Ärzten in Praxen, Krankenhäusern und Laboren. KV-Connect ist der Kommunikationsdienst, der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV), der in allen Praxisverwaltungssystemen, vielen Krankenhausverwaltungssystemen und Laborinformationssystemen zur Verfügung steht.

Anbindung an Software in Arztpraxen

Ebenfalls ab Anfang 2019 wird der Praxissoftware-Anbieter medatixx eine Schnittstelle zu Vivy in seine Software für Ärzte einbinden. 22.300 Praxen können dann zukünftig direkt aus ihrer Software heraus Gesundheitsdaten verschlüsselt an ihre Patienten mit Vivy-Akte senden. Jens Naumann, Geschäftsführer von medatixx, sagt: “Schon heute sind viele Ärzte bereit, ihren Patienten Gesundheitsdaten bereitzustellen und verständlich zu erklären. Derzeit passiert das noch mündlich oder auf Papier – morgen dann per Knopfdruck sicher und schnell aus der Praxissoftware in die Gesundheitsakte der Patienten. Damit erlangen Patienten echte Hoheit über ihre Gesundheitsdaten.“ (tk)

Lesen Sie zur neuen Gesundheitsakte auch ein Interview mit Daniel Bahr, Mitglied im Vorstand der Allianz Private Krankenversicherung.





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