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Studie in Banken und Sparkassen: Schlechte Transparenz der Prozesse
23. November 2017

Studie in Banken und Sparkassen: Schlechte Transparenz der Prozesse

In ihrer „Lean-Finance-Studie zur wertorientierten Steuerung in deutschen Banken“ kommt die Unternehmensberatung Emporias zu dem Schluss, dass in hierzulande in Banken und Sparkassen eine mittelmäßige bis schlechte Transparenz herrscht. Den besten Überblick haben die Banken noch im Vertrieb.


35% der Vorstände von Banken und Sparkassen geben in einer Studie der Unternehmensberatung Emporias an, dass in ihrem Haus nur eine mittelmäßige oder schlechte Transparenz über Prozesse besteht. Den besten Überblick haben die Banken noch im Vertrieb. Entsprechend gut bewerten die Befragten die Transparenz der Prozesse in dieser Abteilung: 80% sehen sie als gut oder sehr gut an.

Während die Abläufe im Vertrieb in so gut wie jedem Institut stark im Fokus stehen, führen die nachgelagerten Bereiche Marktfolge und Stabstellen eher ein Schattendasein. Drei von zehn befragten Bankmanagern geben an, dass über die Vorgänge in diesen Bereichen nur ein mittelmäßiger, schlechter oder gar sehr schlechter Überblick besteht. Vor allem in der Marktfolge, die für die Abwicklung von Kundenaufträgen zuständig ist, treten Unstimmigkeiten auf.

Störungsfreie Auftragsabwicklung wichtig

Die Relevanz einer störungsfreien Auftragsabwicklung ist den Banken durchaus bewusst: 92% legen darauf einen hohen oder sehr hohen Wert. Damit ist dies das wichtigste Ziel der Banken bei der Steuerung ihrer Prozesse. Trotzdem fokussieren sie sich auch bei zukünftigen Bestrebungen auf den Vertrieb. Dies ist der Bereich, für den sich die meisten Verantwortlichen noch mehr Transparenz wünschen (55%). Für den Bereich Marktfolge wollen dies immerhin 51%. Generell halten 78% der Entscheider in Banken und Sparkassen es für eine große oder sehr große Herausforderung, den Überblick über alle Prozesse in ihrer Organisation zu haben.

Über die Studie

Für die „Lean-Finance-Studie zur wertorientierten Steuerung in deutschen Banken“ wurden 100 Entscheider der ersten und zweiten Führungsebene in Banken und Sparkassen befragt, die sich mit den Themen Optimierung von Prozessen und Implementierung von Lean-Banking-Konzepten mit dem Schwerpunkt Produktkostenrechnung befassen. (ad)





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