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Studie von AXA IM zeigt: Solvency II ist die größte Herausforderung für Versicherer
04. November 2015

Studie von AXA IM zeigt: Solvency II ist die größte Herausforderung für Versicherer

Eine Studie, die im Auftrag von AXA Investment Managers durchgeführt wurde, zeigt: Befragt nach den größten Herausforderungen nennen Versicherer Solvency II noch vor dem aktuellen Niedrigzinsumfeld. Die Marktvolatilität empfinden die Unternehmer als weniger problematisch.


Selbst das viel zitierte Niedrigzinsumfeld kann nicht mithalten: Einer aktuellen Studie im Auftrag von AXA Investment Managers (AXA IM) zufolge ist Solvency II die mit Abstand größte Herausforderung für deutsche Versicherer. 71% der befragten Entscheider von Erstversicherern gaben an, dass die Umsetzung des neuen Regulierungsrahmens sie besonders herausfordere. Als zweitgrößte Herausforderung nannten 61% das Thema „Niedrigzinsumfeld“. 39% nannten zudem die erhöhte Risikomanagementkomplexität. Dagegen sieht lediglich ein Fünftel der Studienteilnehmer die Marktvolatilität als große Herausforderung.

Unternehmen fühlen sich trotz allem gut vorbereitet

Drei Viertel der Befragten gaben an, es sei wahrscheinlich oder sogar sehr wahrscheinlich, dass bis zum Einführungstermin alle Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen sind. Ein Viertel der Befragten zeigte sich unentschlossen. Am weitesten gediehen sind den Befragten zufolge die Vorbereitungen auf Säule I von Solvency II, die sich mit den Solvenzkapitalerfordernissen beschäftigt. 71% gaben an, der Vorbereitungsstand sei hier gut oder sehr gut. Mit Bezug auf Säule II sagten dies 67%, mit Bezug auf Säule III lediglich 54%. Vertreter kleinerer Versicherungsunternehmen mit weniger als 1 Mrd. an Bruttoprämien zeigten sich dabei insgesamt etwas skeptischer als Entscheider in großen Unternehmen.

Viele Versicherer wollen Asset Management auslagern

Zum allgemein guten Stand der Vorbereitungen passt, dass ein Großteil der Versicherer verschiedene Prozesse bereits mehr oder weniger stark angepasst hat. Das gilt vor allem für Stresstests für Innovationen – hier gaben 72% an, die Prozesse seien überwiegend oder voll und ganz angepasst – sowie das interne Risikomanagement (69%). Demgegenüber fielen die Bereiche Reporting und Offenlegung (47%) sowie Asset Allocation (55%) etwas ab.

Passend dazu gehört zu den wichtigsten als Folge von Solvency II geplanten Maßnahmen die Auslagerung größerer Teile des Asset Managements an externe Manager, 72% aller Befragten hegen entsprechende Pläne. Unter den kleineren Versicherungsunternehmen sind es sogar 80%. Lediglich die Bereitstellung zusätzlicher Analyse-Ressourcen spielt eine ähnlich prominente Rolle. 73% planen dies für die kommenden zwölf Monate oder im Anschluss daran. Dagegen plant nur eine Minderheit der Versicherer (49%), die Zahl externer Manager zu reduzieren.

Über die Studie

Für die Studie befragte SMF Schleus Marktforschung im Auftrag von AXA IM 56 Entscheider von Versicherungsunternehmen aus den Bereichen Schaden- und Unfallversicherung, Lebensversicherung sowie Krankenversicherung, die zusammen Bruttobeiträge in Höhe von 89,6 Mrd. Euro und Kapitalanlagen in Höhe von 495,6 Mrd. Euro repräsentieren. Dies entspricht jeweils mehr als 40% des relevanten Versicherungsmarktes in Deutschland. Befragt wurden neben Vorständen, Bereichsleitern und anderen Verantwortlichen auch Projektleiter für die Umsetzung von Solvency II. Bei der Befragung zeigte sich, dass die meisten Unternehmen sich – allen Herausforderungen zum Trotz – auf einem guten Vorbereitungsstand befinden. (sg)





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