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Time to act – Die APKV im (digitalen) Wandel
07. Dezember 2017

Time to act – Die APKV im (digitalen) Wandel

Wie geht es nach der Bundestagswahl weiter mit der PKV und welchen Einfluss hat das sich ändernde Kundenverhalten auf die Versicherer? Ein Überblick von Daniel Bahr, Mitglied des Vorstandes der Allianz Private Krankenversicherungs-AG.


Die Diskussion um das duale System mit gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV) auf der einen Seite und einer Einheitskasse auf der anderen Seite beherrscht auch nach der Bundestagswahl wieder die Schlagzeilen. Fördert die PKV die medizinische Versorgung für alle oder führt sie stetig in eine Zwei-Klassen-Medizin?

Dualismus als Garant für umfassenden Versicherungsschutz

Vergleicht man das deutsche duale Gesundheitssystem mit dem System anderer Industrieländer, fällt eines auf: in Deutschland sind die Leistungen im Krankheitsfall vielfältiger als in anderen Nationen, die nur auf ein staatliches System im Gesundheitsbereich setzen. Dieser Fakt ist der Tatsache zu verdanken, dass in Deutschland die private Krankenversicherung als Korrektiv und Vergleichsmaßstab vorhanden ist. Ohne die PKV wäre die Gefahr der Kürzungen des Leistungskatalogs deutlich größer, denn in einem gesetzlichen Einheitssystem sind Leistungen leichter zu reduzieren als mit der Konkurrenz von Privatversicherungen.

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Denn die Systemkonkurrenz sorgt für eine umfassende Gesundheitsversorgung. Deutlich wird das in einem Vergleich zwischen Großbritannien (Einheitskasse) und Deutschland (Duales System). Ein Beispiel: Das Hepatitis-C-Medikament Sovaldi wurde im Januar 2014 für den europäischen Raum zugelassen. Damit stand es auch für PKV- und GKV-Patienten in Deutschland unmittelbar zur Verfügung. In Großbritannien wird Sovaldi noch immer nicht allen Patienten, die das Medikament eigentlich zur wirksamen Therapie benötigen, durch den National Health Service (NHS) erstattet. Das sind mittlerweile drei Jahre!

Auch eine andere Zahl spricht für das deutsche, und damit duale System. Während die Wartezeiten auf einen Facharzttermin hierzulande im internationalen Vergleich sehr kurz sind, müssen rund 19% der Briten mehr als zwei Monate auf einen Termin warten. Auf eine Operation warten in Großbritannien 21% länger als vier Monate.

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Zwischenfazit: Die PKV stärkt das deutsche Gesundheitssystem

Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass es gute Gründe für die Dualität aus GKV und PKV gibt. Die PKV sorgt dafür, dass Vielfalt, Eigenverantwortung und Generationengerechtigkeit sichergestellt sind und steht für Leistungssicherheit, Teilhabe am medizinischen Fortschritt, freie Arztwahl und Therapiefreiheit. Und sie ist damit der beste Schutz vor einer Zwei-Klassen-Medizin.

Alte und neue Herausforderungen für die Krankenversicherung

Demografischer Wandel und medizinischer Fortschritt – mit diesen Herausforderungen ist auch das deutsche Gesundheitswesen seit Jahren konfrontiert. Wir werden immer älter und neue Therapien und Verfahren revolutionieren unseren Umgang mit Krankheiten – zugleich hat Innovation ihren Preis, denn neue Methoden sind oft kostenintensiv. Allein der Anteil an Medikamenten, die über 100 Euro pro Packung kosten, hat sich in nur zehn Jahren von 19 auf 40% mehr als verdoppelt. Das bringt vor allem die GKV, bei der es sich um ein Umlageverfahren ohne Altersrückstellungen handelt, an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. So werden – nach einer Berechnung der Universität Bayreuth – die Gesundheitsausgaben in den nächsten 40 Jahren deutlich über den Einnahmen der GKV liegen.

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In der PKV werden dagegen Altersrückstellungen gebildet, um die altersbedingt steigenden Behandlungskosten abzudecken. Das ist in der aktuellen Niedrigzinsphase eine Herausforderung. Doch dank der Finanzstärke der Allianz Private Krankenversicherung können Beitragssteigerungen abgemildert werden. Die Kunden profitieren von der im Wettbewerbsvergleich hohen Anlagerendite der Allianz. Dank dieser Finanzstärke und eines zielgerichteten Leistungsmanagements liegen die Beitragssteigerungen deutlich unter dem Markt und auch deutlich unter denen der GKV.

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Verändertes Kundenverhalten und Digitalisierung

Viele Branchen sind in einem radikalen Umbruch. Die Digitalisierung stellt alle vor große Herausforderungen. Egal, ob Uber, Airbnb oder PrimeNow von Amazon – der Markt ist in Bewegung. Und auch vor der Versicherungsbranche – auch der privaten Krankenversicherung – machen Digitalisierung und verändertes Kundenverhalten nicht halt. So informieren sich Kunden über Google, schließen sogar direkt Policen ab, zum Beispiel über friendsurance und nutzen Angebote für Fitness und Gesundheit. Und über Apps kommunizieren sie mit dem Versicherer, nutzen Services und lassen sich beraten.

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Diesen Weg geht auch die Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Mit einer Vielzahl von (digitalen) Services steht sie ihren Versicherten zur Seite und unterstützen sie dort, wo diese sich zunehmend zuhause fühlen – in der digitalen Welt. So hilft der „Doc-on-call“ allen, die nicht direkt zum Arzt gehen wollen oder können. Die Apps bieten eine unkomplizierte Unterstützung bei gesundheitsrelevanten Fragen. Kernstück ist die Allianz Gesundheits-App. Über Einreichung von Rechnungen und Belegen, Anzeige des Bearbeitungsstands, Details zum Tarif und einer medizinischen Hilfe ist sie der ideale Begleiter der Versicherten der Allianz Private Kranken.

Ein anderes Beispiel ist die Tinnitus-Therapie in Zusammenarbeit mit Tinnitracks. Tinnitracks filtert, analysiert und optimiert die persönliche Lieblingsmusik therapiegerecht für die benötigte Tinnitus-Frequenz – egal ob Metallica oder Mozart. Durch dieses Verfahren wird die Musik speziell aufbereitet und das Gehirn neurophysiologisch trainiert – und hilft den betroffenen Patienten bei der Behandlung des Tinnitus. Mit der Tinnitracks-App bietet die Allianz ihren vollversicherten Kunden damit eine innovative und individuelle Behandlungsmethode.


Daniel Bahr Daniel Bahr




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