Umweltschäden: Steigendes Risiko für Unternehmen | AssCompact - Nachrichten
AssCompact - Facebook AssCompact - Google+ AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Whats App AssCompact - Whats App

Umweltschäden: Steigendes Risiko für Unternehmen
06. Dezember 2018

Umweltschäden: Steigendes Risiko für Unternehmen

Eine Studie der American International Group hat herausgefunden: Umweltschäden werden häufiger und sind unberechenbar. Besonders das Risiko von Flächen- und Gebäudebränden ist im Jahr 2017 auf 15% gestiegen.


Eine Studie der American International Group hat herausgefunden: Umweltschäden werden häufiger und sind unberechenbar. Besonders das Risiko von Flächen- und Gebäudebränden ist im Jahr 2017 auf 15% gestiegen.


Umweltschäden: Steigendes Risiko für Unternehmen

Der Schadenreport der American International Group wurde gerade zum zweiten Mal veröffentlicht. In ihm werden die Auswirkungen von Umweltschäden auf Unternehmen in Europa untersucht.

Schadenfälle in beinahe allen Industriebranchen

Aus der Studie geht hervor, dass europäische Firmen aller Größen und Branchen gleichermaßen schwer von Umweltschäden betroffen sind. Dabei zeigt der Schadenreport auf, dass im Vergleich zu den Ergebnissen aus dem Jahr 2016 sich die Umweltschäden inzwischen auf weitere Wirtschaftszweige ausgedehnt haben. Das Segment mit der höchsten Gefährdung ist laut der aktuellen Studie mit 47% erneut der Bereich Transport, Kommunikationstechnik und Energie (2016: 55%). Über ein Viertel der Schäden (26%) aus dem Jahr 2017 fielen auf das produzierende Gewerbe (2016: 27%). Beinahe verdoppelt haben sich die Schadenzahlen aus dem Bereich der Bauindustrie: Diese sind von 5% auf 9% gestiegen. Vor allem die unzureichende Entsorgung von kontaminierten Baustoffen stellt hier die größte Herausforderung dar. 

Verunreinigungen der Umwelt

Vor allem Mineralölkohlenwasserstoffe sind die Schadstoffe, die besonders häufig (31%) in Zusammenhang mit Umweltverschmutzungen genannt werden. Weitere Unfallzahlentreiber sind Abwässerschäden (9%), die auf das Austreten von menschlichen oder tierischen Fäkalien zurückzuführen sind. Weitere 9% stehen im Zusammenhang mit Unfällen bei der Wasseraufbereitung. In 10% der Schadenfälle handelt es sich um neuartige Verunreinigungen durch Lagerstätten- und/oder Schiefergase, perfluorierte Tenside, Phenole und Polychlorierte Biphenyle. Für verantwortlichen Unternehmen sei es laut den Studienherausgebern wichtig zu wissen, dass Umweltbehörden gegen die Übeltäter inzwischen mit harten Strafen vorgingen.

Schadenfälle infolge mangelhafter Entsorgung von Bauschutt und kontaminierten Baustoffen

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Vor allem die Schadenfälle, die durch mangelhaftes Entsorgen von toxischen Baustoffen oder Bauschutt hervorgerufen wurden, sind im vergangenen Jahr signifikant angestiegen (9%). Die Forderung aus diesem Bereich gehören zu den größten. Denn die EU sieht die Haftung für eine sichere Entsorgung beim Abfallerzeuger. Dies bedeute ein großes Risiko für Kunden, denn Bauschutt muss vor der Entsorgung sorgfältig untersucht und klassifiziert werden, so die Studienverantwortlichen.

Gefahr von Flächen- und Gebäudebränden

15% aller gemeldeten Umweltschäden wurden 2017 durch Feuer bzw. Flächenbrände verursacht. Diese Gefahr macht demnach das größte Risiko für Unternehmen aus. Vor allem der Klimawandel und die Forstmanagementmethoden, die nicht an die neuen Bedingungen angepasst sind, seien dafür verantwortlich, so die AIG-Experten. Feuer kann eine Bedrohung für Menschenleben und Besitztümer darstellen, aber auch große Umweltschäden nach sich ziehen: Die Luftqualität wird in Mitleidenschaft gezogen und das verwendete Löschwasser kann Böden und Gewässer verschmutzen.

Über die Studie

Der aktuellen Studie liegen 104 Schadenfälle von versicherten Unternehmen aus ganz Europa (Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Schweden und Großbritannien) aus dem Jahr 2017 zugrunde. Berücksichtigt wurden sowohl große wie auch mittelständische und kleine Unternehmen aus 30 relevanten Branchen (darunter Abfallwirtschaft, Bergbau, Landwirtschaft, Energie, Handel, Produktion, Tourismus und Transport). (sg)





AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.