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Streiks nun auch bei den Versicherungen
13. Mai 2015

Streiks nun auch bei den Versicherungen

Die Gewerkschaft ver.di hat Versicherungsbeschäftigte zu Warnstreiks aufgerufen. Damit soll vor der dritten Verhandlungsrunde am 22.05.2015 Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt werden. Das gesamte Bundesgebiet ist nach Aussagen der Gewerkschaft von den Streiks betroffen.


Die Gewerkschaft ver.di verspricht sich von den Warnstreiks, dass die Arbeitgeber endlich ein verhandlungsfähiges und akzeptables Angebot vorlegen. Die zweite Verhandlungsrunde für die rund 174.000 Versicherungsangestellten des Innendienstes war am 28.04.2015 in Köln ergebnislos beendet worden, weil die Arbeitgeber ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt hatten.

Wertschätzung und Respekt

„Das Angebot aus der zweiten Runde ist nicht akzeptabel“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer Christoph Meister. „Die Kolleginnen und Kollegen reagieren darauf mit Empörung. Zu Recht fordern sie Wertschätzung und Respekt für ihre sich grundlegend verändernden und intensivierenden Tätigkeiten. Deshalb erwarten wir ein Angebot, das die Arbeit der Beschäftigten und ihr Engagement anerkennt.“ Die Beschäftigten hätten einen maßgeblichen Teil zu den guten Unternehmensgewinnen von 2014 und den guten Ergebnissen, die für 2015 erwartet werden, beigesteuert. Deshalb erwarteten sie jetzt eine angemessene Erhöhung ihrer Gehälter.

Warnstreiks vom 12.05. bis 22.05.2015 im ganzen Bundesgebiet

Die Warnstreiks, zu denen ver.di aufgerufen hat, sind am 12.05. und 13.05.2015 in Baden-Württemberg gestartet. In den folgenden Tagen sollen sie an zahlreichen Standorten im Bundesgebiet fortgesetzt werden. Den Auftakt bildeten Versicherungsbeschäftigte in Karlsruhe und Stuttgart. Weitere Termine: 13.05. in Hannover, Bremen und München; 19.05. in Münster; 21.05. in Düsseldorf, Köln und Koblenz; 22.05. Hamburg und Kiel.

Forderung

ver.di fordert für die Versicherungsangestellten des Innendienstes 5,5% mehr Gehalt, mindestens jedoch 160 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auszubildende sollen für jedes Ausbildungsjahr 60 Euro mehr erhalten. Des Weiteren sollen Regelungen zur unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung vereinbart werden.

Arbeitgeberangebot

Das Arbeitgeberangebot aus der zweiten Verhandlungsrunde beinhaltet 6 Nullmonate und würde bezogen auf die ersten zwölf Monate ein tatsächliches Plus von lediglich 0,8% ergeben. Die Gehälter sollen zum 01.10.2015 um 1,6% und dann jeweils ein Jahr später zunächst um 1,4 und dann um 1,2% angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages würde 36 Monate betragen. Dieses Angebot hat ver.di als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen. (kb)

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