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Vertriebswege in der Schaden- und Unfallversicherung: Anstieg für Makler
12. Dezember 2017

Vertriebswege in der Schaden- und Unfallversicherung: Anstieg für Makler

Laut dem aktuellen Vertriebswege-Survey zur Schaden- und Unfallversicherung von Willis Towers Watson stellt die Ausschließlichkeit nach wie vor den wichtigsten Vertriebskanal für das Schaden-/Unfallgeschäft dar. Auch die unabhängigen Vermittler auf dem zweiten Platz verzeichnen einen leichten Anstieg, gefolgt von Internetportalen und Direktvertrieb.


Die Vertriebswege in der Schaden- und Unfallsparte deutscher Versicherer zeigten sich 2016 stabil. Veränderungen einzelner Vertriebswegeanteile blieben für alle Kanäle unter einem Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Die Erwartung der Marktteilnehmer, dass digitale Kanäle deutlich ansteigen würden, hat sich also nicht bestätigt. Dies geht aus dem diesjährigen, zum zwölften Mal erhobenen Vertriebswege-Survey zur Schaden- und Unfallversicherung von Willis Towers Watson hervor.

Das Neugeschäft im Überblick: Der Ausschließlichkeitsvertrieb (AO) kann den Abwärtstrend der letzten Jahre mit einem leichten Wachstum durchbrechen (+ 0,2%) und stellt mit 45,4% nach wie vor den wichtigsten Vertriebskanal für das Schaden-/Unfallgeschäft dar. Auch die unabhängigen Vermittler verzeichnen mit 26,1% auf dem zweiten Platz einen leichten Anstieg (Vorjahr 25,7%), gefolgt von den Internetportalen (7,3%) und dem Direktvertrieb (6,5%).

Betrachtet man das Neugeschäft in der Kfz-Sparte separat, entfallen nach wie vor knapp 45% des Verkaufs neuer Policen auf die AO. Auch wenn sich die Aufmerksamkeit zurzeit stark auf Digitalisierungs- und Insurtech-Themen richtet: Der Anteil der Portale ist mit 8,7% nur leicht gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Unfallversicherung: unabhängige Vermittler setzen Wachstum fort

Das Prämienvolumen im Unfallgeschäft mit Beitragsrückgewähr konnte in der gesamten Unfallsparte wieder ausgebaut werden (Quelle: GDV). Die Ausschließlichkeit – auch hier wichtigster Vertriebskanal – profitiert davon jedoch am wenigsten und büßt mit 54,1% knapp zwei Prozentpunkte ein. Die gebundenen Strukturvertriebe verlieren seit 2012 mehr als die Hälfte ihres Neugeschäfts, wohingegen sich der Bankvertrieb mit über einem Prozentpunkt Wachstum auf 11% am deutlichsten erholen konnte.

Die unabhängigen Vermittler konnten ihr Wachstum in der Unfallsparte seit 2014 fortsetzen. Das spiegelt sich auch in der Erwartungshaltung der Befragten wider, von denen über die Hälfte davon ausgeht, dass der Vertriebsweg „Makler“ in den kommenden fünf Jahren im Gesamtmarkt auf über 30% ansteigen wird. (ad)





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