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Wie Auszubildende auf die neue digitale Versicherungswelt vorbereitet werden
30. November 2017

Wie Auszubildende auf die neue digitale Versicherungswelt vorbereitet werden

Die Versicherungswirtschaft befindet sich in der digitalen Transformation. Wer sich heute in der Ausbildung befindet, bringt eine Vielzahl der erforderlichen Kompetenzen bereits mit, muss aber auch auf neue Tätigkeitsprofile vorbereitet werden. Wie dies passiert, stellt die aktuelle Ausbildungsumfrage der Versicherungswirtschaft dar.


Die Digitalisierung verändert auch die Ausbildung in der Versicherungswirtschaft. So lernen die künftigen Fachkräfte der Branche heute immer öfter mit Hilfe von digitalen Medien. Diese Lernformen sollen die Auszubildenden an eine Arbeitswelt mit Automatisierung, Big Data und Internet der Dinge gewöhnen. Gemäß der aktuellen Ausbildungsumfrage des Arbeitgeberverbands der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) und des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV) haben im vergangenen Jahr 68% der Versicherungsunternehmen digitale Lernangebote in die Ausbildung der Kaufleute für Versicherungen und Finanzen integriert.

Vermittlung von IT-Wissen

Wichtiger ist jedoch die praxisrelevante Vorbereitung der Nachwuchskräfte auf die Tätigkeiten in einer Arbeitssphäre, die von digitalen Prozessen und Organisationsstrukturen durchzogen ist. Die BWV-Studie „Kompetenzlabor 2016“ konstatiert hierzu, dass in der aktuellen Ausbildungsordnung der Kaufleute für Versicherungen und Finanzen diese Kompetenzen nicht umfänglich abgedeckt werden. IT-Inhalte werden derzeit von den ausbildenden Unternehmen aber dennoch mit unterschiedlichen Angeboten vermittelt.

Laut Ausbildungsumfrage bieten Themenbereiche wie IT-Sicherheit/Cyber Security rund 43% der Unternehmen an oder planen entsprechende Schulungen. Knapp ein Drittel vermitteln Wissen zu IT-Grundlagen und IT-Architektur. Programmiersprachen und Funktionsweisen von Algorithmen werden in den Unternehmen dagegen kaum vermittelt.

In knapp drei Viertel der Unternehmen nehmen alle Auszubildenden eines Ausbildungsjahres an IT-Seminaren teil, so die Studie weiter. Die durchschnittliche Dauer der Maßnahmen beträgt in knapp 87% der Unternehmen weniger als ein Monat.

16% der Ausbildungsplätze in Agenturen

Im Jahr 2016 betrug die Ausbildungsquote der Versicherungswirtschaft insgesamt 7%. Berücksichtigt sind dabei auch die Ausbildungsplätze, die von den Versicherungsunternehmen in Agenturen finanziert werden sowie die dual Studierenden. Rund 16% der Ausbildungsplätze – deutlich weniger als noch vor fünf Jahren – wurden gemäß Ausbildungsumfrage von den Unternehmen in Agenturen finanziert und fast 11% der Auszubildenden waren Teilnehmer an dualen Studiengängen.

Die Broschüre „Ausbildungsumfrage der Versicherungswirtschaft 2017“ steht auf der Homepage des BWV kostenlos zum Download bereit: www.bwv.de/ausbildungsumfrage. (bh)





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