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12. Juni 2019
MSK: Tief Jörn richtet Schaden im dreistelligen Millionenbereich an

MSK: Tief Jörn richtet Schaden im dreistelligen Millionenbereich an

Der versicherte Sachschaden, den das Tief Jörn am Pfingstmontag im Raum München angerichtet hat, könnte sich nach Schätzungen der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen.

Die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) schätzt, dass der versicherte Sachschaden, den das Tief „Jörn“ am Pfingstmontag, 10.06.2019, im Raum München angerichtet hat, im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegt. Starkregen (10 mm innerhalb von 9 Minuten), Sturmböen bis 118 km/h (gemessen am Flughafen München) und Hagelkörner in Golfballgröße waren Begleiterscheinungen einer Superzelle, die am späten Nachmittag vom Allgäu kommend die westlichen Außenbezirke Münchens überquerte und dann in Richtung Regensburg weiterzog. Innerhalb einer Stunde gegen 18 Uhr MESZ ereignete sich der Großteil der Schäden.

Erinnerung an „Münchener Hagelereignis“ von 1984

Das Unwetter geschah 35 Jahre nach dem „Münchener Hagelereignis“, das am 12.07.1984 den Großraum München ereilte und das in Versicherungskreisen bis heute berüchtigt ist. „Im Unterschied zum aktuellen Schadenereignis traf das Unwetter 1984 die Stadt München an einem normalen Werktag im Feierabendverkehr“, erläutert MSK-Geschäftsführer Onnen Siems. Der damalige versicherte Schaden betrug etwa 750 Mio. Euro – in heutigen Werten sind dies mehr als 2 Mrd. Euro. Mehr als 60% der Sachschadensumme waren Fahrzeugschäden. Auch einige Flugzeuge am damaligen Flughafen Riem waren betroffen. „Die Wiederkehrperiode für einen solchen Schaden liegt bei etwa 35 Jahren“, ergänzt der Versicherungsmathematiker Onnen Siems. (ad)

Bild: © Chris White – stock.adobe.com