Bundesrat nickt schärfere Regeln gegen Geldwäsche ab | AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft
AssCompact - Facebook AssCompact - LinkedIN AssCompact - Twitter AssCompact - Xing AssCompact - Youtube

Bundesrat nickt schärfere Regeln gegen Geldwäsche ab
03. Dezember 2019

Bundesrat nickt schärfere Regeln gegen Geldwäsche ab

Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag neuen Regeln für ein härteres Vorgehen gegen Geldwäsche zugestimmt. Es soll unter anderem den Immobilienbereich sowie den Handel mit Edelmetallen und Kryptowährungen wie Bitcoin stärker regulieren.


Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag neuen Regeln für ein härteres Vorgehen gegen Geldwäsche zugestimmt. Es soll unter anderem den Immobilienbereich sowie den Handel mit Edelmetallen und Kryptowährungen wie Bitcoin stärker regulieren.


Bundesrat nickt schärfere Regeln gegen Geldwäsche ab

Der Bundesrat hat in seiner vorletzten Plenarsitzung des Jahres nicht nur für einen besseren Schutz von Gesundheitsdaten plädiert, sondern auch dem Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz zugestimmt, der die 5. EU-Geldwäscherichtlinie in nationales Recht umsetzen soll. Mit den neuen Regeln sollen insbesondere Kryptowährungen und ihre Anbieter geldwäscherechtlich stärker regulieren. Zudem werden im Immobilienbereich die Regeln verschärft und der Geldwäschebekämpfungseinheit des Bundes mehr Kompetenzen eingeräumt. Die neuen Regeln zur Geldwäschebekämpfung sollen überwiegend schon zum 01.01.2020 in Kraft treten.

Gestiegen Risiken durch Kryptowährungen

Hintergrund der Gesetzesmaßnahme ist unter anderem die wachsende Bedeutung von Kryptowährungen. Dadurch seien auch die damit verbundenen Risiken gestiegen. Insbesondere die Anonymität ermögliche einen „potenziellen Missbrauch für kriminelle und terroristische Zwecke“. Zukünftig sollen daher auch Anbieter elektronischer Geldbörsen (Wallet Provider) zur Geldwäscheprävention verpflichtet werden.

Neue Auflagen für Immobilienmakler und Goldhändler

Bei Immobiliengeschäften sollen die Meldepflichten für Immobilienmakler und Notare verschärft werden. Die Pflichten zum Melden von Verdachtsfällen gelten künftig zum Beispiel auch bei der Vermittlung von Mietverträgen, wenn die monatliche Miete mindestens 10.000 Euro beträgt. Auch Edelmetallhändler und Auktionshäuser sollen zu neuen Geldwäschepräventionen verpflichtet werden. So wird die Obergrenze herabgesetzt, bis zu der Anleger in Deutschland anonym Gold kaufen können. Zukünftig werden nur noch Käufe bis zu einem Wert von 2.000 Euro ohne Vorlage des Personalausweises möglich sein. (mh)

Bild: © ronstik – stock.adobe.com




Ähnliche News

Der Marktwächter Finanzen der Verbraucherzentralen registriert weiterhin Fälle von Sparkassen, die gut verzinste Sparverträge kündigen. Dabei beziehen sie sich unter anderem auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH). Die darin abgesegnete Kündigungsmöglichkeit gelte jedoch nicht für alle Sparverträge. weiterlesen
Das OLG Naumburg hat in zwei Urteilen entschieden, dass ein Verstoß gegen DSGVO-Vorgaben wettbewerbswidrig ist und Mitbewerbern ein Unterlassungsanspruch zusteht, wenn die verletzte Norm im konkreten Fall als Marktverhaltensregelung einzuordnen ist. Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke erklärt. weiterlesen
Ein Vermieter darf nicht auf Grundlage eines 20 Jahre alten Mietspiegels eine Mieterhöhung verlangen. Das hat der BGH in einem aktuellen Verfahren entschieden. Stattdessen hätte er sich anderer Mittel bedienen müssen. weiterlesen


AssCompact Abonnement

Sie wollen das AssComapct Magazin und/oder den AssCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des AssCompact Magazins und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Finanz- und Versicherungsbranche ist bei Nachwuchskräften alles andere als beliebt. Von 14 Branchen landet sie im aktuellen „Young Professionals Barometer“ von Trendence auf dem vorletzten Platz. Welche Versicherer in der Liste der Wunscharbeitgeber ganz vorne liegen, zeigt AssCompact in einer Bildergalerie.