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Geld ist der größte Stressfaktor der Deutschen
29. März 2019

Geld ist der größte Stressfaktor der Deutschen

Geld stresst die Bundesbürger mehr als alle anderen Faktoren. Damit liegt es noch vor Arbeit, Gesundheit und Familie. Dennoch sorgen viele Deutsche zu wenig oder gar nicht für den Ruhestand vor. Abhilfe könnten vor allem professionelle Berater schaffen.


Geld stresst die Bundesbürger mehr als alle anderen Faktoren. Damit liegt es noch vor Arbeit, Gesundheit und Familie. Dennoch sorgen viele Deutsche zu wenig oder gar nicht für den Ruhestand vor. Abhilfe könnten vor allem professionelle Berater schaffen.

Geld ist der größte Stressfaktor der Deutschen

Dem BlackRock Global Investor Pulse zufolge bereitet Geld 35% der befragten Deutschen den größten Stress im Leben. Die Quote liegt damit zwar deutlich unter dem globalen Wert von 49%, rangiert aber ebenso wie in der weltweiten Betrachtung vor anderen Stressfaktoren wie Arbeit (32%), Gesundheit (31%), Familie (22%) und Freizeit/Privatleben (21%).

Kapitalmarktchancen bleiben ungenutzt

Obwohl der Kapitalmarkt vielfältige Möglichkeiten bietet, um die finanzielle Vorsorge zu optimieren, nutzen nur wenige Menschen in Deutschland diese Chancen. Weniger als vier von zehn Befragten (38%) geben an, auf Investments am Kapitalmarkt wie Aktien, Anleihen und Immobilien zu setzen – sei es direkt oder über Fonds. Fast ein Drittel macht von diesen Lösungen überhaupt keinen Gebrauch. Im Gegensatz dazu setzt mehr als die Hälfte (56%) auf Cash-Anlagen wie Barmittel, Sparbücher und Tagesgeldkonten.

Gefühlte Sicherheit

Mit Cash-Produkten fühlen sich 71% der Anleger sicher und glauben, ihre Finanzen unter Kontrolle zu haben. „Bargeld zahlt keine Zinsen. Wer seine Ersparnisse jahrelang unters Kopfkissen legt, macht aufgrund der Inflation einen realen Verlust. Dennoch scheuen viele Deutsche vor anderen Anlageformen zurück. Das zeigt, wie groß das Sicherheitsbedürfnis der Menschen ist. Wenn es um das Investieren am Kapitalmarkt geht, sehen sie offenbar zuallererst die Risiken – und nicht die Chancen“, kommentiert Monika Rothenari, Leiterin Marketing und Kundenkommunikation bei BlackRock in Deutschland, die Zahlen.

Jeder Dritte sorgt nicht vor

Nur 65% der Deutschen sorgen dem BlackRock Global Investor Pulse zufolge speziell für den Ruhestand vor. Ein Grund für diese Zurückhaltung könnte sein, dass Altersvorsorge langfristig angelegt ist. Damit steht sie im Gegensatz zu vielen anderen finanziellen Zielen, die den Befragten wichtig sind: Der nächste Urlaub, das neue Auto oder die Verbesserung der allgemeinen aktuellen Lebensqualität sind eher kurzfristige Projekte. Eine Umkehr hin zu mehr privater Vorsorge ist nicht zu erkennen. „Immer weniger junge Menschen nehmen das Thema Altersvorsorge selbst in die Hand. Das ist paradox. Denn aufgrund der drohenden Versorgungslücke wird es immer wichtiger, auch privat vorzusorgen“, sagt Rothenari.

Professionellen Finanzberater gefragt

Bei der Aufklärung solcher Mythen rund um die finanzielle Altersvorsorge kommt professionellen Finanzberatern laut BlackRock eine besondere Rolle zu – zumal über ein Drittel (36%) der Befragten ihre geringe Investitionsbereitschaft mit zu geringen Kenntnissen der Materie begründet. Finanzberater gelten als besonders verlässlich, wenn es um Informationen rund um das Thema Finanzen geht. Fast jeder zweite Umfrageteilnehmer in Deutschland nennt sie als vertrauenswürdigste Quelle. Damit liegen die Berater deutlich vor anderen Quellen wie Finanzportalen im Internet (26%) oder Freunden und Familie (26%). (mh)




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