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3. November 2016
Nehmen Vermögensverwalter FinTechs nicht ernst genug?

Nehmen Vermögensverwalter FinTechs nicht ernst genug?

FinTechs spielen bei der strategischen Ausrichtung der meisten Vermögensverwalter keine große Rolle. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von PwC. Der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zufolge nehmen viele Anbieter die digitale Konkurrenz auf die leichte Schulter. Dabei bestehe durchaus disruptives Potenzial.

Einer aktuellen Umfrage von PwC unter mehr als 150 Asset & Wealth Managern (AWM) zufolge unterschätzen die meisten Branchenvertreter die möglichen Folgen der FinTech-Revolution. Lediglich jeder zweite Anbieter geht demnach davon aus, in absehbarer Zeit Marktanteile an die digitale Konkurrenz zu verlieren. 17% sehen in FinTechs sogar überhaupt kein Risiko für ihr Geschäftsmodell. Nur bei 45% der Befragten spielt das Thema eine wichtige Rolle bei der eigenen strategischen Ausrichtung.

Wenig Kooperationsbereitschaft

Die Kooperationsbereitschaft ist entsprechend schwach ausgeprägt. Gut jeder dritte AWM hatte bisher noch gar nichts mit FinTechs zu tun. Nur knapp ein Drittel bietet bereits eine mobile App an. Normale Geschäftsbanken (81%) und die Versicherungsbranche (39%) seien hier bereits weiter.

Leichtsinn könnte sich rächen

Markus Hammer, Leiter des Bereichs Asset & Wealth Management bei PwC in Deutschland, warnt AWMs davor, die neuen Lösungsansätze der FinTechs auf die leichte Schulter zu nehmen. Andere Bereiche, wie etwa der Payment-Sektor und das Retail-Banking, würden zeigen, dass die neuen Angebote die Spielregeln der Industrie verändern können. Und vieles spreche dafür, dass das AWM der nächste Bereich sein wird, der von technologiegetriebenen Spielern disruptiert wird. Die leichtsinnige Haltung vieler traditioneller Vermögensverwalter könne daher zum Verlust großer Marktanteile führen. (mh)