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3. Mai 2021
Newsletter – Wann nützt er wem wirklich?
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Newsletter – Wann nützt er wem wirklich?

Steffen Ritter ist Geschäftsführer des IVV Institut für Versicherungsvertrieb. Außerdem ist er Autor, Trainer, Redner und Mitinitiator des Jungmakler Awards. Für AssCompact gibt er Maklern in seiner monatlich erscheinenden Kolumne praktische Tipps, um besondere und alltägliche Herausforderungen zu meistern.

Firmen-News nehmen zu. Die Formen sind verschieden. Es gibt echte Druckstücke, PDF-Varianten oder auch interaktive Newsletter, die per Mail oder Social Media verschickt werden. Sie werden aber auch Mischvarianten finden. Was sind jedoch unabhängig von der Form denkbare Zielstellungen eines Newsletters?

1. Sie möchten eine Zielgruppe erschließen.

In diesem Fall kann ein Newsletter eine von verschiedenen Maßnahmen sein. Wer sich erkennbar auf eine bestimmte Zielgruppe konzentriert, hebt sich in deren Wahrnehmung von all denen ab, die auf jeder Hochzeit tanzen. Wenn Sie mit Ihrem Newsletter zudem noch wirklich wertvolle Impulse geben, sind Sie ganz weit vorn.

2. Sie streben die Markt­führerschaft in Ihrer Region an.

Ein Newsletter, der sich inhaltlich zu Ihrer Region bekennt, stiftet mehr Aufmerksamkeit als eine wöchentliche Werbeanzeige. Vielleicht stellen Sie – neben „Ihren Infos“ jeweils einen Gewerbe­betrieb Ihrer Region vor? Mit diesem Entree schaffen Sie zugleich die Basis für (spätere) Kundenbeziehungen. Sie müssen nur Zeit mitbringen. Oder Sie stellen pro Ausgabe einen regionalen Verein vor? Schaffen Sie Rubriken, die von allgemeinem Interesse sind. Bauen Sie dezent redaktionelle Infos über Ihr Unternehmen ein, aber beschränken Sie sich nicht darauf.

3. Sie möchten Ihr Image stärken.

Die zuvor genannten Maßnahmen stärken Ihr Image, entweder in einer Zielgruppe oder in Ihrer Region. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Leser Sie als Herausgeber und Ihr Unternehmen spannend finden. Integrieren Sie Kurz-Interviews. Vielleicht entwickeln Sie dafür einen Fragebogen, der am Ende jeder Ausgabe erscheint. Schaffen Sie Rubriken, nach denen Ihr Leser direkt sucht. Verstecken Sie sich nicht hinter Produktbeschreibungen. Wenn Ihr Kunde beim Lesen nur das Gefühl hat, etwas verkauft zu bekommen, entwerten Sie Ihren Newsletter als reine Werbeverkaufsshow. In dem Fall schalten Sie besser gleich eine Anzeige.

4. Sie möchten bestehende Kunden betreuen.

Mit dem bereits Beschriebenen bieten Sie auch bestehenden Kunden Betreuung. Vielleicht integrieren Sie zudem noch eine Rubrik, die sich erkennbar an Ihre Bestandskunden richtet. Geben Sie dort Infos zu von Ihnen vermittelten Sparten, zu gesetzlichen Änderungen, zu sinnvollen Vorgehensweisen etc.

5. Sie möchten neue Kunden gewinnen.

Mit dieser Rubrik für Ihre bestehenden Kunden geben Sie (unausgesprochen) zugleich den Noch-Nicht-Kunden die Botschaft: „Ihr könnt auch bei mir Kunde werden!“ Am besten entwickeln Sie zudem ein Antwort-Formular, das ein Interessent an Sie senden kann. Dieses Dialogangebot gehört zwingend hinein! Vereinfachen Sie diese Kontaktaufnahme und verfolgen Sie aufmerksam, welchen Kontaktweg Ihre Kunden mehrheitlich wählen. Machen Sie diesen Kontaktweg vielleicht noch etwas einfacher.

Überlegen Sie, wohin die Reise gehen soll! Denken Sie dann darüber nach, welchen Weg Sie wählen. Suchen Sie sich am besten Menschen, die gerne schreiben. Und eine gute Firma für das Layout. Unternehmer, die alles selbst machen, sind keine Unternehmer!

Zum Jungmakler Award

Bis zum 30.06.2021 können sich Makler und Maklerinnen unter 40 Jahren für den Jungmakler Award 2021 bewerben. Alle Infos und Teilnahmebedingungen unter jungmakler.de

Diesen Artikel lesen Sie auch in AssCompact 04/2021, Seite 79 f., und in unserem ePaper.