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Privatversicherte werden zunehmend wichtiger für Arztpraxen
20. August 2019

Privatversicherte werden zunehmend wichtiger für Arztpraxen

Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Privatkrankenkassen (WIP) hat ergeben, dass die Bedeutung der Privatversicherten für das Gesundheitssystem weiter gestiegen ist.


Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Privatkrankenkassen (WIP) hat ergeben, dass die Bedeutung der Privatversicherten für das Gesundheitssystem weiter gestiegen ist.


Privatversicherte werden zunehmend wichtiger für Arztpraxen

Eine aktuelle Untersuchung des WIP hat ergeben, dass der Mehrumsatz der Privatversicherten 2017 auf 13,23 Mrd. Euro gestiegen ist. Bei jenem Mehrumsatz handelt es sich um diejenigen zusätzlichen Finanzmittel, die nur deshalb im deutschen Gesundheitssystem vorhanden sind, weil sich Patienten nicht gesetzlich, sondern privat versichern. Dabei handelt es sich laut Studie um eine Steigerung um 226 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Mehr Geld für die Arztpraxen

Umgelegt auf die einzelnen Arztpraxen, bedeutet dies einen jährlichen Mehrumsatz von über 54.000 Euro, was einer dreiprozentigen Steigerung gegenüber 2016 entspricht. Die Studienmacher vermuten, dass der wahre Effekt für die Anbieter der Gesundheitsleistungen sogar noch höher liegt, da zahlreiche Rechnungen nicht zur Erstattung bei den privaten Krankenversicherungen (PKV) eingereicht werden, um stattdessen in den Genuss von Beitragsrückerstattungen zu kommen.

Kostenanstieg in der PKV geringer

Des Weiteren kommt die WIP-Studie zu dem Schluss, dass die Kosten in der PKV im Zeitraum zwischen 2007 bis 2017 längst nicht so stark gestiegen wären, wie das in der gesetzlichen Krankenversicherung der Fall war. So erhöhten sich die Leistungsausgaben je Versichertem in der PKV nur um 38%, wogegen die gesetzlichen Krankenversicherungen eine Steigerung um knapp 46% verzeichneten.

Außerdem verweist die Studie auf einen engen Zusammenhang zwischen Alterung und Mehrumsatz, der durch Versicherte der PKV generiert werde. Die Studienmacher sehen hierin sogar eine Chance für ländliche Regionen, die häufig als medizinisch unterversorgt gelten und einen höheren Altersdurchschnitt aufweisen. Damit deuten sie an, dass eine höhere Quote an privat Krankenversicherten die Probleme des ländlichen Raums lösen oder zumindest abmildern könnte. Den Beweis hierfür bleibt die Studie aber an dieser Stelle schuldig, da sie keine Aussage darüber macht, wie hoch der Anteil der Bevölkerung in ländlichen Gebieten ist, der überhaupt die Möglichkeit hat, in die PKV zu wechseln. (tku)

Bild: © contrastwerkstatt – stock.adobe.com




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