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3. September 2021
Schadenversicherer schlittern ins Minus

Schadenversicherer schlittern ins Minus

Was sich schon angekündigt hat, fasste der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen diese Woche noch einmal in Worte: Die Schaden- und Unfallversicherer werden aufgrund der Unwetter 2021 in die roten Zahlen rutschen. Das ist das erste Mal seit 2013.

Die Flutkatastrophe Mitte Juli und der verheerende Hagel im Frühsommer machen 2021 für die deutschen Versicherer voraussichtlich zum Jahr mit den höchsten Naturgefahren-Schäden seit mindestens 50 Jahren. „Die versicherten Unwetterschäden an Häusern, Hausrat, Betrieben und Kraftfahrzeugen dürften rund 11,5 Mrd. Euro ausmachen“, sagte Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), am Donnerstag in Berlin.

 Ähnlich teuer waren die Schäden nur in den Jahren 2002 (11,3 Mrd. Euro) mit dem August-Hochwasser unter anderem an der Elbe und mit verheerenden Stürmen sowie 1990 (11,5 Mrd. Euro) mit der Orkanserie “Daria”, “Vivian” und “Wiebke”. Die Werte sind zum besseren Vergleich jeweils hochgerechnet auf aktuelle Versicherungsdichte und Preise. Der langjährige Mittelwert pro Jahr beträgt 3,8 Mrd. Euro, so der GDV.

Rote Zahlen, aber ausreichende Reserven

Folge der Unwetter ist, dass die Versicherungswirtschaft auf ein negatives Geschäftsergebnis bei den Schaden- und Unfallsparten zusteuert. Zuletzt war dies in den Flutjahren 2002 und 2013 der Fall, als Elbe, Donau und angrenzende Flüsse über die Ufer traten und Hochwasserkatastrophen auslösten.

Der GDV verweist aber auch darauf, dass die Versicherer Leistungen dieser Dimension für ihre Kunden schultern können. Sie seien selbst rückversichert und würden über mehr als ausreichende Kapitalpuffer verfügen. Ende 2020 wiesen die Schaden- und Unfallversicherer Eigenmittel von rund 120 Mrd. Euro aus. (bh)

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Bild: © Ivan – stock.adobe.com