AssCompact suche
Home
Investment
7. August 2019
Unabhängige Vermögensverwalter bleiben auf Wachstumskurs
node.field_artikel_bild.entity.alt.value

Unabhängige Vermögensverwalter bleiben auf Wachstumskurs

Die unabhängige Vermögensverwaltung in Deutschland befindet sich klar auf Wachstumskurs. Das zeigt eine aktuelle Marktstudie. Die Branche widersetzt sich demnach deutlich dem negativen Trend in der Finanzbranche, die derzeit fundamentale Umbrüche erlebt.

Eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) an der Technischen Hochschule Aschaffenburg zeigt, dass die bankenunabhängigen Vermögensverwalter im Jahr 2018 im Mittel ihre Kundenzahl um rund 25% gesteigert haben. So stieg die Zahl der Kunden pro Vermögensverwalter im Median von 221 auf 301. Vor allem die größeren Häuser mit mehr als 150 Mio. Euro an Assets under Management (AuM) haben neue Mandate hinzugewonnen.

Vermögen pro Verwalter legt zu

Auch beim verwalteten Vermögen verläuft die Entwicklung positiv. Der Medianwert je Vermögensverwalter ist 2018 von 151 auf 166 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von rund einem Zehntel. „Dieses Wachstum ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass 2018 wegen der schwierigen Finanzmärkte auf der Ertragsseite ein eher problematisches Jahr war“, kommentiert Prof. Dr. Hartwig Webersinke, Leiter des InVV und Dekan für Wirtschaft und Recht an der Technischen Hochschule Aschaffenburg, die Zahlen.

Alternative für hoch qualifizierte Bankmitarbeiter

Beim Personal bleiben die unabhängigen Vermögensverwalter ebenfalls auf Wachstumskurs. So haben 2018 insbesondere große Vermögensverwaltungen mit mehr als 0,5 Mrd. Euro AuM neue Mitarbeiter eingestellt – in dieser Kategorie waren es durchschnittlich vier Mitarbeiter pro Unternehmen. Die meisten Vermögensverwaltungen wollen auch in der Folgezeit das Personal aufstocken. Webersinke sieht die Entwicklung als Indiz dafür, dass die unabhängige Vermögensverwaltung angesichts des Umbruchs in der Bankenlandschaft für hoch qualifizierte Bankmitarbeiter zunehmend als eine interessante Karrierealternative erscheint. (mh)

© oatawa – stock.adobe.com