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Mietpreise in Deutschland ziehen weiter kräftig an
08. Januar 2021

Mietpreise in Deutschland ziehen weiter kräftig an

An den Wohnungsmärkten deutscher Großstädte ist ein Corona-Dämpfer weiter nicht in Sicht. Im Krisenjahr 2020 stiegen die Mieten dort laut einer Auswertung von immowelt um bis zu 12%. Auch in den meisten anderen Städten des Landes haben die Mieten im vergangenen Jahr zugelegt.


An den Wohnungsmärkten deutscher Großstädte ist ein Corona-Dämpfer weiter nicht in Sicht. Im Krisenjahr 2020 stiegen die Mieten dort laut einer Auswertung von immowelt um bis zu 12%. Auch in den meisten anderen Städten des Landes haben die Mieten im vergangenen Jahr zugelegt.


Mietpreise in Deutschland ziehen weiter kräftig an

Im Krisenjahr 2020 lässt sich am Wohnungsmarkt keine Trendwende beobachten. Die anhaltende Corona-Pandemie hat keine merklichen Auswirkungen auf die Angebotsmieten: In über vier Fünfteln der Großstädte steigen die Quadratmeterpreise von Wohnungen mit 40 bis 120 q2 im abgelaufenen Jahr weiter. Das zeigt ein Vorjahresvergleich von immowelt für 80 deutsche Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Auch in der teuersten Stadt München klettert das Mietniveau weiter: Der Quadratmeterpreis erhöht sich dort um 2% auf 18,60 Euro im Median.

Millionenstädte verteuern sich weiter

In anderen bereits hochpreisigen Metropolen wird das Wohnen ebenso teurer. In Köln steigt das Preisniveau bei Neuvermietungen um 6% auf 11,50 Euro, in Hamburg um 3% auf 12,10 Euro. Noch teurer ist es in Berlin, wo Mietwohnungen für 12,50 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Die Hauptstadt ist jedoch ein Sonderfall, denn dort soll der im Februar 2020 eingeführte Mietendeckel eigentlich einen weiteren Anstieg verhindern. Bestandswohnungen werden in der Tat günstiger, aber das Angebot schrumpft. Obendrein klettern die Mieten in unregulierten Neubauten mit Baujahr ab 2014 nun umso stärker. Über das ganze Angebot betrachtet wachsen die Angebotsmieten daher auch in Berlin um 5%.

Extreme Zuwächse im Umland von Stuttgart

Die höchsten Anstiege verzeichnen Reutlingen mit 12% (10,30 Euro) und Pforzheim mit 9% (8,50 Euro). Beide sind nur knapp über der Marke von 100.000 Einwohnern, aber einerseits wirtschaftlich prosperierende Städte und andererseits unweit des Ballungsraums Stuttgart. In der Landeshauptstadt stieg der Preis auf 13,60 Euro (+3%). Auch allgemein ist und bleibt es vor allem dort teuer, wo große Zentren von überregionaler Bedeutung in unmittelbarer Nähe sind. In Mainz ist das Niveau auf 12,10 Euro (+5%) gestiegen, in Offenbach am Main auf 11,10 Euro (+5%). In Augsburg macht sich bei 10,70 Euro und einem Plus von 7% die Nähe zu München bemerkbar.

Weiterhin günstiges Niveau im Osten

Höhere Preise bei Neuvermietungen müssen auch Wohnungssuchende in Großstädten in Ostdeutschland bezahlen, allerdings bleibt das Niveau im deutschlandweiten Vergleich weiterhin niedriger. Leipzig und Dresden sind beliebte und boomende Städte, trotzdem finden Mieter noch Wohnraum zu Preisen von unter 8 Euro pro Quadratmeter: In Dresden werden im Median 7,70 Euro verlangt, also 3% mehr als 2019. Leipziger müssen bei Neuvermietung im Mittel 7,00 Euro (+3%) für den Quadratmeter zahlen. Ein Ausreißer im Osten ist Jena. Dort ist das Preisniveau auf 9,30 Euro (+2%) gestiegen. In der Vergangenheit sorgten dort vor allem die vielen Studierenden für eine große Nachfrage nach Wohnraum und gehobene Mieten. Trotz Corona scheint das Niveau in der thüringischen Stadt derzeit laut immowelt noch nicht ausgereizt. (mh)

Bild: © Jürgen Fälchle – stock.adobe.com




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