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Zurich bestätigt Milliarden-Übernahme von Beazley

Die Zurich buhlt schon seit einigen Wochen um den britischen Spezialversicherer Beazley. Anfang Februar hatte man sich grundsätzlich auf die finanziellen Eckdaten des Deals geeinigt. Jetzt hat die Zurich Insurance Group das Angebot bestätigt und zur Finanzierung außerdem neue Aktien ausgegeben.

Vor etwa sechs Wochen biss die Zurich Insurance Group beim britischen Spezialversicherer Beazley noch auf Granit. Im Anschluss nahm die Übernahme jedoch langsam Form an. Bereits Anfang Februar hatte man sich auf die finanziellen Eckdaten der Übernahme geeinigt.

Zurich und Beazley einigen sich

Am Montag, 02.03.2026, wurden die schon damals veröffentlichten Zahlen nochmals bestätigt, und zwar in einer Mitteilung der Zurich Insurance Group. Der Konzern bietet den Beazley-Aktionären 1.335 britische Pence je Aktie. Diese setzen sich aus einer Barzahlung von 1.310 Pence und einer Dividende von 25 Pence je Anteilsschein zusammen. Insgesamt sorgt das für eine rund 10,9 Mrd. US-Dollar schwere Übernahme.

Der Deal soll im zweiten Halbjahr 2026 über die Bühne gehen, vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichts- und Kartellbehörden, versteht sich. Er soll sich vom ersten Jahr an positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken und außerdem Zurichs Bemühungen, die Finanzziele für den Zeitraum 2025 bis 2027 zu übertreffen, beschleunigen. Die Dividendenpolitik werde unverändert bleiben.

Die Zurich Insurance Group rechnet außerdem mittelfristig mit zusätzlichen Umsatzmöglichkeiten von mehr als 1 Mrd. US-Dollar pro Jahr. Die kombinierten Bruttoprämien der beiden Unternehmen bei Spezialversicherungen beliefen sich auf rund 15 Mrd. US-Dollar.

Zurich gibt neue Aktien aus

Die Übernahme soll weiterhin durch eine Mischung aus Barmitteln in Höhe von rund 3 Mrd. US-Dollar, neuen Schulden von etwa 2,9 Mrd. US-Dollar und eine Kapitalerhöhung von rund 5 Mrd. US-Dollar finanziert werden.

Für diese Kapitalerhöhung hat die Zurich Insurance Group neue Aktien, wie ebenfalls in einer Mitteilung vom 02.03.2026 bekanntgegeben wurde. Diese haben einen Umfang von rund 4,6% des bestehenden Aktienkapitals und werden nur an professionelle und qualifizierte Investoren platziert. Bestehende Aktionäre sind von der Transaktion ausgeschlossen.

Am Dienstag, 03.03.2026, verkündete Zurich, dass die angestrebten 5 Mrd. US-Dollar durch die Aktienausgaben bereits erwirtschaftet wurden. Am 05.03.2026 sollen die neuen Aktien am SIX Swiss Exchange gelistet und für den Handel freigegeben werden. (mki)

 

Zurich: Schaden-Bereich unter neuer Verantwortung

Anfang Mai übernimmt Sandra Ersfeld die Gesamtverantwortung für den Schaden-Bereich der Zurich Gruppe Deutschland. Sie folgt auf Markus Troche, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt. Ersfeld ist seit 2014 für das Unternehmen tätig.

Personelle Veränderungen im Schaden-Bereich der Zurich Gruppe Deutschland. Ab dem 01.05.2026 liegt die Gesamtverantwortung bei Sandra Ersfeld. In ihrer neuen Funktion soll sie die Schadenorganisation des Versicherers strategisch weiterentwickeln und die Weichen für die kommenden Jahre stellen. Ersfeld tritt die Nachfolge von Markus Troche, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt.

Ersfeld gehört seit 2014 zum Team der Zurich Gruppe Deutschland. Nach der Leitung der Abteilung Motor Personenschaden ist sie seit 2020 Bereichsleiterin Motor & Unfallschaden mit Fokus auf Kundenzentrierung, Qualität und eine moderne Schadensteuerung.

Ihre berufliche Karriere startete Ersfeld nach einem juristischen Studium und einem Referendariat als Anwältin mit Schwerpunkt Sachversicherung. Bei der SIGNAL IDUNA war sie im Bereich Personenschaden zunächst als Sachbearbeiterin tätig, später als Teamleiterin. Parallel dazu absolvierte sie berufsbegleitend einen Master of Laws (LL.M.) im Versicherungsrecht. (tik)

News über weitere personelle Veränderungen lesen Sie in der Rubrik „Personen“.

Bild: © Zurich

 

Digital Insurance Podcast: Algorithmen statt Aktenstaub

In der neuesten Folge des Digital Insurance Podcasts spricht Dr. Christian Krams, CEO der Bavaria Direkt, über die ehrgeizigen Ziele des Versicherers und die Rolle moderner Technologien bei der Erreichung eines Beitragsvolumens von 500 Mio. Euro.

Die Bavaria Direkt, ein vergleichsweise junges Unternehmen in der deutschen Versicherungslandschaft, hat seit ihrer Gründung im Jahr 2008 eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen. Dr. Christian Krams, der seit Anfang 2025 als offizieller Vorstandsvorsitzender fungiert, erläutert im Gespräch mit Moderator Jonas Piela, wie das Unternehmen seine Präsenz auf dem Markt für digital affine Kunden konsequent ausbaut. In enger Zusammenarbeit mit den Regionalversicherern der Versicherungskammer Bayern positioniert sich die Bavaria Direkt erfolgreich als digitaler Vorreiter. Das erklärte Ziel ist es, in den nächsten drei bis vier Jahren ein Beitragsvolumen von 500 Mio. Euro zu erreichen. Angesichts eines Anstiegs der Beiträge von 240 Mio. Euro Ende 2024 auf rund 380 Mio. Euro im Jahr 2025 scheint dieses Ziel in greifbare Nähe gerückt zu sein.

Technologische Exzellenz als Wachstumsmotor

Ein zentraler Pfeiler dieser Wachstumsstrategie ist der konsequente Einsatz moderner Technologien über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Dr. Krams betont, dass Technologie und Künstliche Intelligenz (KI) nicht nur punktuell, sondern als fundamentale Basis der Unternehmensstrategie dienen. Durch ein hoch entwickeltes und präzises Pricing ist es der Bavaria Direkt möglich, Risiken – insbesondere im KFZ-Bereich – individuell zu kalkulieren und den Kunden attraktive Preise anzubieten. Dabei profitiert das Unternehmen von seiner schlanken Struktur ohne komplexe IT-Altlasten, was eine schnelle Implementierung innovativer Lösungen wie Machine Learning zur Mustererkennung in der Schadenbearbeitung ermöglicht.

Effizienzsteigerung durch Automatisierung

Neben dem Pricing steht die Automatisierung von Service- und Schadenprozessen im Fokus. Während im Servicebereich bereits eine Automatisierungsquote von etwa 80% erreicht wurde, arbeitet das Unternehmen intensiv daran, auch komplexere Schadenfälle mithilfe von KI-Agenten effizienter zu gestalten. Das Ziel ist es, trotz des enormen Wachstums die Kostenstrukturen stabil zu halten und die Kundenzufriedenheit durch schnelle und transparente Prozesse zu erhöhen. Dr. Krams sieht im deutschen Markt, trotz der Konkurrenz durch etablierte Direktversicherer, weiterhin großes Potenzial für digitale Angebote, da die Kunden zunehmend preissensibel agieren und digitale Abschlusswege bevorzugen.

Hier geht es zur aktuellen Folge:
Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

Weitere Podcasts
 

Digital Insurance Podcast: MCP und Agentic AI als Turbo

In der aktuellen Episode des Digital Insurance Podcast begrüßt Moderator Jonas Piela Jens Becker und Markus Kreuzer von der Zurich Gruppe Deutschland. Die beiden erläutern, wie man Organisationen mutig für Agentic AI öffnet und bürokratische Narrative hinter sich lässt.

In der neuesten Podcast-Folge diskutiert Host Jonas Piela mit Jens Becker, CIO der Zurich Gruppe Deutschland, und Markus Kreuzer, Bereichsleiter IT bei DA Direkt, über die drastisch gestiegene Geschwindigkeit technologischer Adaption. Im Zentrum steht die Frage, wie Versicherer durch eine „AI Fast Lane“ und „Agentic AI“ wettbewerbsfähig bleiben.

MCP: Das „USB-C“ der KI-Agenten

Ein Schlüsselbeispiel für das hohe Tempo ist das Model Context Protocol (MCP). Dieser Standard ermöglicht es Large Language Models (LLMs), nahtlos auf strukturierte Daten in Bestandssystemen zuzugreifen und Aktionen auszulösen. Markus Kreuzer beschreibt MCP als universelles Protokoll, das individuelle Programmierungen für jeden Bot ersetzt. Die Da Direkt konnte MCP innerhalb weniger Monate nach Veröffentlichung produktiv setzen – ein Beleg für das Motto von Jens Becker: „Die technologische Entwicklung wird nie mehr so langsam sein wie heute.“

Die „AI Fast Lane“: Prozesse statt Bürokratie

Um Innovationen in Großkonzernen nicht durch langwierige Genehmigungen zu bremsen, haben Zurich und Da Direkt die „AI Fast Lane“ etabliert. Dabei handelt es sich nicht um den Verzicht auf Sicherheit, sondern um eine Prozess-Reorganisation:

  • Gemeinsame Kick-offs: Alle Stakeholder (Security, Recht, Compliance, Architektur) treffen sich zeitgleich, um Projekte direkt zu bewerten.
  • Risikobasiertes Mindset: Compliance-Einheiten fungieren als Risiko-Berater statt als bloße „Freigeber“. Die finale Verantwortung für die Risikoakzeptanz liegt beim anfordernden Fachbereich.
  • Umsetzung in Rekordzeit: Dieser Ansatz ermöglicht es, KI-Lösungen von der Idee bis zur Marktreife in nur einem Quartal zu realisieren.
Kultur und Zukunft: Agentic AI

Begleitet wird der Wandel durch Formate wie „Competence Days“ und „Learn & Share“-Calls, die das Wissen in der gesamten Organisation verankern. Der Fokus richtet sich nun auf Agentic AI – autonome KI-Agenten, die komplexe Aufgaben wie die Schadenbearbeitung eigenständig abwickeln.

2026 soll KI so zum integralen Bestandteil der Wertschöpfungskette werden, vergleichbar mit der Cloud-Transformation. Die Botschaft ist klar: Kontinuierliche Anpassung und Mut zur Geschwindigkeit sind in einer exponentiellen Technologiewelt essenziell.

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Über den Podcast

Jonas Piela berät die Versicherungswirtschaft hinsichtlich der digitalen Transformation in seiner Rolle als Managing Director bei Piela & Co. Digital Consultants. Außerdem betreibt er den Digital Insurance Podcast, für den er mit Managern aus der Branche über die Herausforderungen der Digitalisierung spricht. Zu finden ist der Podcast unter anderem bei Google, Apple und Spotify sowie unter insurancemedia.de/podcast.

Weitere Podcasts
 

Zurich beißt bei Beazley auf Granit

Die Zurich Insurance Group hat dem britischen Spezialversicherer Beazley ein Angebot von 1.280 britischen Pence pro Aktie unterbreitet. Ziel der Zurich ist die 100%-ige Übernahme von Beazley. Doch das Unternehmen sieht darin eine Unterbewertung seines Potenzials.

Bei der Beazley-Übernahme kommt die Zurich Insurance Group derzeit nicht weiter. Am Montag, 19.01.2026, machte sie dem Spezialversicherer aus London für eine 100%-ige Übernahme ein Angebot für 1.280 britische Pence pro Aktie – umgerechnet und insgesamt rund 8,6 Mrd. Euro. Dabei handelte es sich bereits um den zweiten Vorschlag der Zurich dieses Jahr, auch der vorangegangene Vorschlag von 1.230 Pence pro Aktie wurde von Beazley zurückgewiesen.

Schon 2025 gab es Angebote

Bereits am Donnerstag, den 22.01.2026, meldete sich Beazley in einer Mitteilung, die nicht mit Zurich abgesprochen wurde, zu der zweiten Offerte in einem offiziellen Statement – und zwar nicht positiv. Der Vorstand habe das Angebot „einstimmig“ zurückgewiesen. Grund: Der Vorschlag würde Beazley und seinen langfristigen Wert als unabhängiges Unternehmen klar unterbewerten. Außerdem sei er nicht im besten Interesse der Aktionäre. Wichtig zu wissen hierbei: Bereits letztes Jahr machte Zurich mehrere Kaufangebote gegenüber Beazley. Das letzte davon im Juni 2025 bewertete die Beazley-Aktie bei 1.315 Pence.

Die Aktionäre sind nun vonseiten des Vorstands angeraten, nichts weiter zu unternehmen. Beazley wird sich erst wieder äußern, wenn es der Situation angemessen ist. (mki)

 

Zurich will Beazley übernehmen

Die Zurich Insurance Group schielt auf den britischen Spezialversicherer Beazley. Die Gruppe hat den Aktionären einen Vorschlag zu einer 100%-igen Übernahme gemacht. Käme es zu der Übernahme, würde sich im Specialty-Geschäft ein „globaler Marktführer“ ergeben.

Es wird gefeilscht im internationalen Versicherungsmarkt: Die Zurich Insurance Group will offenbar das Specialty-Geschäft expandieren. Denn der Schweizer Versicherer buhlt aktuell um den Spezialversicherer Beazley aus Großbritannien.

Zurich und Beazley in Verhandlungen

Bereits am 04.01.2026 hatte Zurich dem Beazley Verwaltungsrat einen Vorschlag von 1.230 britische Pence in bar pro Beazley-Aktie unterbreitet. Doch diesen Vorschlag lehnte der Verwaltungsrat am 16.01.2026 ab, mit der Begründung, er sei eine „signifikante Unterbewertung“ von Beazley. Diese Angebotspreise würden um allfällige nach dem Datum dieser Mitteilung erklärte oder bezahlte Dividenden reduziert.

Zurich hat nun nachgelegt und den Aktionären 1.280 Pence in bar pro Aktie vorgeschlagen. Laut der Mitteilung des Versicherers entspreche dieser Kaufpreis einer Prämie von

  • 56% gegenüber dem Beazley-Schlusskurs von 820 Pence am 16.01.2026, dem letzten Werktag vor Unterbreitung des Vorschlags;
  • 56% gegenüber dem volumengewichteten Beazley-Durchschnittskurs von 822 Pence der letzten 30 Tage vor dem 16.01.2026;
  • 27% gegenüber dem Median der Kursziele der Sellside-Analysten für Beazley von 1.010 Pence am 16.01.2026; und
  • 32% gegenüber dem allzeithöchsten Beazley-Aktienkurs von 973 Pence am 06.06.2025.

Zurich sei der Ansicht, dass das mögliche Angebot den Beazley-Aktionären einen sofortigen und sicheren Barwert für ihre Investition auf einem Niveau bieten würde, das über das hinausgehe, was Beazley in einem angemessenen Zeitraum durch die Umsetzung seiner Strategie erreichen könnte (wie am Capital Markets Day von Beazley am 25.11.2025 dargelegt), und welcher den fundamentalen Wert von Beazley vollständig widerspiegle.

Beazley-Aktie steigt

Einen schlechten Eindruck scheint der Zurich-Vorschlag am Kapitalmarkt nicht hinterlassen zu haben. Denn am 19.01.2026, als die Zahl 1.280 Pence ins Spiel gebracht wurde, machte der Preis der Beazley-Aktie einen gehörigen Sprung von etwa 823 Pence auf 1.170 Pence. Am Dienstagnachmittag notiert er bei 1.150 Pence.

Jedenfalls will sich Zurich den Kauf wohl einiges kosten lassen. Die Zahl der insgesamt ausgegebenen Beazley-Aktien liegt bei etwa 589 Millionen. Da Zurich eine 100%-ige Übernahme plant, ergibt das bei 1.280 Pence pro Aktie einen Kaufpreis von insgesamt rund 7,5 Mrd. britischen Pfund Sterling – oder umgerechnet 8,66 Mrd. Euro.

„Globaler Marktführer“

Zurich scheint jedoch der Ansicht zu sein: Dieses Geschäft würde sich lohnen. In der Mitteilung heißt es, dass die Transaktion einen „globalen Marktführer im Specialty-Geschäft mit ca. 15 Mrd. US-Dollar Bruttoprämien“ hervorbringen würde. Auch wäre die Transaktion im Einklang mit den an Zurichs Investor Day am 18.11.2025 vorgestellten strategischen Prioritäten. Sie würde durch bestehende Barmittel und neue Schuldinstrumente sowie den verbleibenden Betrag durch eine Aktienplatzierung finanziert werden und wäre wertbeitragend zu Zurichs Finanzzielen 2027, so Zurich.

Ein Vorschlag ist noch kein Angebot

Gemäß dem UK Takeover Code weist Zurich weiter darauf hin, dass es sich bei dem Vorschlag noch um kein verbindliches Angebot handelt. Es bestehe auch noch keine Gewissheit darüber, ob dieses gemacht wird. Zurich ist, Stand jetzt, dazu verpflichtet, bis spätestens 17 Uhr Londoner Zeit (dem Hauptsitz von Beazley) am 16.02.2026 bekannt zu geben, ob es beabsichtigt, ein Angebot für Beazley zu machen, oder nicht. (mki)

 

Zurich erweitert BU-Angebot für junge Kunden

Die Zurich Gruppe hat eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung gestartet, die speziell auf die Bedürfnisse junger Menschen ausgerichtet ist. Der Tarif beginnt mit niedrigen Anfangsbeiträgen und geht dann langsam, aber stetig in die reguläre Beitragsphase über.

Bei der Zurich gibt es eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) im Angebot. Sie richtet sich speziell an die Bedürfnisse von Schülern, Auszubildenden, Studierenden und Berufseinsteigern.

Die BU kombiniert eine Start- und Aufbauphase mit einer stufenweisen Beitragsanhebung über mehrere Jahre. Die Startphase, die konstant niedrige Beiträge biete, so Zurich, kann flexibel zwischen einem und vier Jahren gewählt werden. Die Höhe des verminderten Startbeitrags ist frei wählbar, beträgt jedoch mindestens 50% (bei der BU für Schüler sind es 60%) des späteren Endbeitrags.

Daran schließt sich eine Aufbauphase mit jährlich linear steigenden Beiträgen an, die bis zu neun Jahre dauern kann. Insgesamt sind Startbeiträge für eine Dauer von bis zu zehn Jahren möglich. Der Versicherungsschutz besteht von Anfang an in voller Höhe.

AU- und DU-Option

Zusätzlich gibt es bei dem Tarif auch eine Leistung bei längerer Krankschreibung über die sogenannte AU-Option sowie eine Absicherung für angehende Beamte bei Dienstunfähigkeit über die DU-Option. Auch das Lebensphasenkonzept, welches eine Erhöhung der versicherten BU-Rente bei bestimmten Ereignissen wie Heirat oder Geburt eines Kindes ermöglicht, ist von Anfang an nutzbar und ermöglicht eine flexible Anpassung des Versicherungsschutzes.

Für Schüler ist ein Vertragsabschluss ab einem Eintrittsalter von 10 bis maximal 21 Jahren möglich. Für Auszubildende, Studierende und Berufseinsteiger liegt das Eintrittsalter zwischen 15 und 30 Jahren. (mki)

News zu weiteren neuen Produkten und Anpassungen finden Sie in unserer Rubrik „Assekuranz“.
 

Zurich startet neuen Anlauf bei Verkauf ihres Leben-Bestands

2024 versuchte die Zurich ihr deutsches Leben-Portfolio zu verkaufen, was jedoch scheiterte. Die Gesellschaft will es darauf allerdings nicht beruhen lassen und plant weiterhin, ihr deutsches Leben-Geschäft zu veräußern. Wer daran als potenzieller Käufer interessiert ist, ist aber nicht bekannt.

Es ist nun schon fast zwei Jahre her, da platzte der Deal zwischen dem Run-off-Spezialisten Viridium und der Zurich Gruppe, bei dem über 700.000 deutsche Lebensversicherungsverträge des Schweizer Versicherers an Viridium gegangen wären. Grund dafür waren Bedenken vonseiten der Finanzaufsicht BaFin zu dem Viridium-Mehrheitseigner Cinven. Seitdem wurde es weitgehend still um die Verkaufspläne.

Die Geschichte ist jedoch noch nicht zu Ende geschrieben. Am Donnerstag äußerte sich die Chief Financial Officer der Zurich Gruppe, die Italienerin Claudia Cordioli, gegenüber Bloomberg TV zu dem Thema.

Zurich will LV-Geschäft nach wie vor verkaufen

In ihrem Statement gegenüber Bloomberg TV erläuterte Cordioli, dass man strategisch weiterhin an einem Verkauf des deutschen Leben-Portfolios interessiert sei. Man wäge derzeit die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ab, und es gebe auch mehrere Interessenten, mit denen man im Gespräch sei.

Welche Interessenten das sind, darüber gab Cordioli keine Informationen preis. Auch ob Viridium wieder zu diesem Kreis zählt, ist nicht bekannt. Das Unternehmen wurde dieses Jahr von einem Konsortium, angeführt von der Allianz, übernommen, wodurch die BaFin die zweifelhafte Eigentümerstruktur, die 2024 noch zum Platzen des Deals geführt hatte, womöglich als beseitigt ansehen würde.

Leben-Geschäft der Zurich floriert

Ebenso diese Woche veröffentlichte die Zurich ihre Bilanzzahlen zu den ersten neun Monaten des Jahres 2025. Weitläufig konnte die Unternehmensgruppe die Erwartungen übertreffen. Laut Cordioli bleibe die Dynamik in allen Geschäftsbereichen stark, auch mit „hervorragenden Ergebnissen“ im Privatkundengeschäft und einem profitablen Prämienwachstum in der Lebensversicherung. Hier verzeichnete man Bruttoprämien in Höhe von 26,8 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 11% entspricht, und auch die Prämien aus dem Neugeschäft stiegen um 16%, in Europa sogar um 41%. (mki)

 

Neuer Leiter der Zurich Ausschließlichkeit in Deutschland

Matthias Steeg wird Leiter der Ausschließlichkeitsorganisation der Zurich Gruppe Deutschland. Er folgt auf Kai Müller, der Zurich weiterhin beratend unterstützen wird. Steeg ist bereits seit 2012 in verschiedenen vertriebsnahen Funktionen bei Zurich tätig.

Zum 01.01.2026 hat die Zurich Gruppe Deutschland einen neuen Verantwortlichen der Ausschließlichkeitsorganisation: Matthias Steeg übernimmt diese Aufgabe und tritt damit in die Fußstapfen von Kai Müller, der die Zurich Exklusivpartner (ZEP) seit 2017 geleitet hat. Müller wird dem Unternehmen weiterhin beratend und unterstützend zur Seite stehen.

Der 32-jährige Steeg arbeitet seit 2012 in verschiedenen vertriebsnahen Funktionen bei Zurich. Er hat fachliche Impulse gegeben, Verantwortlichkeiten und unterschiedliche Führungsrollen innerhalb der Organisation übernommen. Zuletzt war der gelernte Versicherungskaufmann Bereichsleiter Project, Process & Portfolio Management (P&C). (lg)

Bild: © Zurich

 

BU: Die häufigsten Gründe für eine Nachversicherung

Die Zurich Gruppe Deutschland hat ausgewertet, warum ihre Kunden von Möglichkeiten der Nachversicherung in der Berufsunfähigkeitsversicherung Gebrauchen machen. Demnach gibt es vor allem drei Gründe für eine Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente.

Mit sich wandelnden Lebensumständen kann sich auch der Bedarf an finanzieller Absicherung wandeln. Mit einer Nachversicherungsgarantie haben Versicherte die Option, ihren Berufsunfähigkeitsschutz flexibel anzupassen. Die Zurich Gruppe Deutschland hat ermittelt, warum ihre Kunden die Möglichkeit nutzen, ihre Berufsunfähigkeitsrente zu erhöhen, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung durchlaufen zu müssen. Laut der Auswertung der vergangenen fünf Jahre sind es besonders drei Anlässe.

Gehaltssprung, Berufsausbildungsabschluss und Geburt eines Kindes

Zu diesen Top-Gründen zählt allen voran eine Gehaltssteigerung von mehr als 10%: So haben 542 Kunden nach einer Gehaltserhöhung ihre Berufsunfähigkeitsrente entsprechend angepasst. Einen weiteren Anlass bildet der Abschluss einer Berufsausbildung mit Berufsaufnahme: 442 junge Erwachsene haben den Berufseinstieg genutzt, um ihren BU-Schutz zu verbessern. Schließlich folgt als weiterer Grund die Geburt eines eigenen Kindes: 337 Kunden haben nach dem Familienzuwachs ihre Absicherung erhöht.

Wie die Zurich weiter mitteilt, folgen auf den weiteren Plätzen der Abschluss einer akademischen Ausbildung mit anschließender Berufsaufnahme (288 Anträge) sowie eine Heirat mit 283 Anträgen.

„Wir empfehlen unseren Kunden, die Nachversicherungsmöglichkeiten bei der Berufsunfähigkeitsversicherung aktiv zu nutzen. Wer die Absicherung regelmäßig überprüft und an die eigene Lebenssituation anpasst, sorgt langfristig für finanzielle Sicherheit“, erklärt Rüdiger Feilen, Teamleiter Biometrie-Produkte bei der Zurich Gruppe Deutschland. (tik)

Lesen Sie weitere Meldungen aus dem Bereich Assekuranz in der Rubrik „Assekuranz“.